Proteomics und das Dia-Pat-Verfahren in der Diagnostik renaler Erkrankungen

Müller, Nora-Maria GND

Die Anzahl von Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen steigt weltweit kontinuierlich an. Um die definitive Diagnose stellen zu können, ist eine invasive Nierenbiopsie bisher unumgänglich. Die grosse Herausforderung ist daher die Entwicklung nicht-invasiver diagnostischer Diagnoseverfahren. Eine vielversprechende Methode stellt das DiaPat-Verfahren (von diagnostic-pattern, diagnostisches Muster) auf dem Boden der Proteomanalyse dar, mit welchem anhand spezifischer Proteinmuster im Urin unterschiedliche Nierenerkrankungen unterschieden werden sollen. In dieser Studie wurden die mit dem DiaPat-Verfahren ermittelten Ergebnisse für verschiedene Nephropathien mit denen einer Nierenbiopsie direkt verglichen. Es wurden die Daten von insgesamt 78 Patienten ausgewertet die an folgenden chronischen Nephropathien litten: IgA-Nephritis, fokal-segmentale Glomerulosklerose, membranöse Glomerulonephritis, Minimal-Change-Glomerulonephritis, Lupusnephritis, Transplantatglomerulopathie, benigne Nephrosklerose. Mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit konnte eine gesunde von einer pathologischen Urinprobe unterschieden werden kann (Sensitivität 92,3 %, Spezifität 100 %). Die einzelnen Erkrankungen konnten aber nur teilweise korrekt diagnostiziert werden, so dass zusammenfassend das neue Verfahren zum Studienzeitpunkt noch nicht die Exaktheit der Nierenbiopsie erreicht hatte. Allerdings stellt das DiaPat-Verfahren eine vielversprechende, weiter zu entwickelnde Methode dar, die nephrologische Diagnostik zu ergänzen und in Zukunft wahrscheinlich auch zu sichern.

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Müller, Nora-Maria: Proteomics und das Dia-Pat-Verfahren in der Diagnostik renaler Erkrankungen. 2009.

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