Subjektive Bewertung der Helligkeit in Räumen mit unterschiedlichen Lichtfarben

Gudd, Nora; Rudolph, Horst;; Schierz, Christoph GND; Vandahl, Cornelia GND

Mit Hilfe der Bewertung durch die v(λ)-Kurve ist die Beleuchtungsstärke eine objektiv messbare Größe. Im Unterschied dazu ist die Helligkeit eine subjektive Lichtempfindung. Zur Bestimmung der v(λ)-Kurve werden Versuchspersonen am gleichen Ort abwechselnd zwei verschiedene Lichter gezeigt, die sich in Farbe und Helligkeit unterscheiden. Sie müssen die Helligkeit des Testlichts variieren, bis für sie kein Unterschied mehr zu sehen ist. Dabei macht man sich das Flimmerprinzip zu nutze: Die Farbverschmelzungsfrequenz liegt unterhalb der der Helligkeit. Wenn sich die Lichter mit einer Frequenz oberhalb der Farb- aber unterhalb der Helligkeitsverschmelzungsfrequenz abwechseln, dann sieht die Versuchsperson nur ein Helligkeitsflimmern bei einem Helligkeitsunterschied zwischen Test- und Vergleichslicht. Es wird ein heterochromatischer Vergleich auf einen quasi-isochromen zurückgeführt. Durch die Verwendung dieser Technik wird also nur die achromatische Komponente der Helligkeit bei der Messung der v(λ)-Kurve berücksichtigt. Kingsmith und Carden stellten fest, dass wenn die Frequenz, mit der die Lichter gezeigt werden, verringert wird (auf 1 Hz, sonst 25 Hz), wird eine Empfindlichkeitskurve mit drei Peaks gemessen, die in den Regionen der Maxima der Empfindlichkeitskurven der drei Zapfentypen des menschlichen Auges liegen. Fotios und Levermore folgern, dass bei der Definition der Beleuchtungsstärke wegen der Bewertung mit der spektralen Hellempfindlichkeitskurve die chromatischen Aspekte des Lichts nicht berücksichtigt wurden. Und das würde bedeuten, dass es einen Unterschied zwischen der subjektiv wahrgenommenen Helligkeit und der objektiv messbaren Beleuchtungsstärke gibt.

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Gudd, Nora / Rudolph, Horst; / Schierz, Christoph / et al: Subjektive Bewertung der Helligkeit in Räumen mit unterschiedlichen Lichtfarben. 2008.

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