Licht für die ältere Bevölkerung – physiologische Grundlagen und ihre Konsequenzen

Schierz, Christoph GND

Die demografische Altersentwicklung macht es absehbar, dass in Zukunft immer mehr ältere Personen im Arbeitsleben tätig sein werden. So waren 1985 die 21-jährigen und 2005 die 41-jährigen Personen die häufigste Altersgruppe im Erwerbsalter. 2050 werden es gemäß den Prognosen des Statistischen Bundesamts Deutschland die 62-jährigen sein. 33% der Bevölkerung werden dann älter als 65 sein (1985: 15%; 2005: 19%). Für Empfehlungen zur Beleuchtung am Arbeitsplatz wie auch in der Freizeit muss daher das Alter in zunehmendem Maße berücksichtigt werden. Es ist allgemein bekannt, dass das Sehvermögen auf verschiedenen Ebenen mit zunehmendem Alter abnimmt. So verlangt sogar die Norm EN 12464-1: „Der geforderte Wartungswert der Beleuchtungsstärke sollte erhöht werden, wenn das Sehvermögen der arbeitenden Person unter dem Durchschnitt liegt“. Die Anwendungspraxis zeigt aber ein anderes Bild: Beleuchtungsstärken werden an die unterste erlaubte Grenze gedrückt, Wartungsfaktoren unpraktikabel hoch angesetzt und auch die zunehmende Blendempfindlichkeit älterer Personen findet wenig ausdrückliche Berücksichtigung. Ziel dieses Beitrags ist es, die Lichtbedürfnisse älterer Personen in der Übersicht darzustellen, verbunden mit ei-nem Plädoyer, diese einer unbedachten Energie- oder Kosteneffizienz überzuordnen.

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Schierz, Christoph: Licht für die ältere Bevölkerung – physiologische Grundlagen und ihre Konsequenzen. 2008.

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