Untersuchungen zum Einfluss von verschiedenen Chitosanen auf Staphylococcus aureus und Escherichia coli mit Hilfe eines Mikroplattennephelometers

Kehr, Felix GND

In der vorliegenden Arbeit wurde der Einfluss von verschiedenen Chitosanen auf Staphylococcus aureus ATCC 25923 und Escherichia coli ATCC 35218 in vitro untersucht. Chitosane werden durch partielle Deacetylierung des Polysaccharids Chitin hergestellt, sie werden durch ihr Molekulargewicht (MG) und ihren Deacetylierungsgrad charakterisiert. Diese Biopolymere besitzen antibakterielle Eigenschaften, die jedoch in Abhängigkeit von der Molekularstruktur unterschiedlich stark ausfallen können. Der exakte Mechanismus der antibakteriellen Wirkung ist bisher noch nicht bekannt. In dieser Studie wurden fünf Substanzen mit unterschiedlichen Molekulargewicht verwendet: Chitosan 1130 (MG: 120 kDa), Chitosan-HCl (MG: 30 kDa), Chitosan 85/15/A1 (MG: 30-50 kDa), Chitosan-oligosaccharid-lactat (MG: 5kDa) und N-Acetyl-D-Glucosamin (MG: 221,21Da). Der Deacetylierungsgrad von Chitosan 1130, Chitosan-HCl und Chitosan 85/15/A1 lag zwischen 85 % und 87 %. Das Oligomer (Chitosan-oligosaccharid-lactat) erreichte Werte größer 90 %, das Monomer von Chitin (N-Acetyl-D-Glucosamin) war vollständig acetyliert. Im Rahmen dieser Arbeit sollten die antibakteriellen Eigenschaften der verwendeten Chitosane in vitro untersucht und ein möglicher Zusammenhang zwischen Molekulargewicht und biologischer Aktivität dargestellt werden. Die Messungen wurden mit Hilfe eines Lasernephelometers auf der Basis von Mikrotiterplatten durchgeführt. Im Rahmen dieser Arbeit sollte der Einsatz des Mikroplattennephelometers bewertet werden. Es konnte gezeigt werden, dass die antibakterielle Wirkung der verwendeten Substanzen mit ihrem Molekulargewicht korrelierte. Substanzen mit hohem Molekulargewicht zeigten eine stärkere antibakterielle Wirkung auf die verwendeten Keime. Der Wirkungsmechanismus von Chitosanen wurde diskutiert.

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Kehr, Felix: Untersuchungen zum Einfluss von verschiedenen Chitosanen auf Staphylococcus aureus und Escherichia coli mit Hilfe eines Mikroplattennephelometers. 2008.

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