Veränderungen der kardiovaskulären Regulation im akuten Alkoholentzug und nach langjähriger Abstinenz

Grotelüschen, Marei GND

Das akute Alkoholentzugssyndrom ist mit einem erhöhten kardiovaskulären Mortalitätsrisiko verbunden. Die Beeinträchtigung kardiovaskulärer Funktionen wird mit einer Dysbalance des Autonomen Nervensystems in Verbindung gebracht. Sensitive Methoden zur Erfassung autonomer Dysfunktionen stellen die Herzratenvariabilität, die Blutdruckvariabilität sowie die Baroreflexsensitivität dar. Ziel unseres Projektes war deshalb die Untersuchung dieser Parameter in der akuten Phase des Alkoholentzugs und bei Abstinenz. Während die erhobenen Daten der Herzratenvariabilität und der Blutdruckvariabilität erstaunlicherweise keinen eindeutigen Hinweis für eine Zunahme sympathischer Aktivität lieferten, konnten wir eine erhebliche Suppression der Baroreflexsensitivität während des Alkoholentzugs nachweisen. Dies ist bedeutsam, da ähnliche Veränderungen bei anderen Erkrankungen als prognostischer Faktor für die kardiale Sterblichkeit identifiziert wurden.

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Grotelüschen, Marei: Veränderungen der kardiovaskulären Regulation im akuten Alkoholentzug und nach langjähriger Abstinenz. 2008.

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