Studies on heavy metal resistance of bacterial isolates from a former uranium mining area

Haferburg, Götz GND

Es gibt nur wenige Untersuchungen, die sich mit der Metallresistenz von Gram-positiven Bakterien und insbesondere mit der ökologisch sehr wichtigen Gruppe der Actinobakterien befassen. Häufig zielen Studien, die sich mit Resistenzmechanismen beschäftigen, auf Einzelprozesse wie bspw. Kationenefflux-Transport ab. Häufig lösen Stressoren aber eine Vielzahl von Reaktionen aus. Die vorgestellten Untersuchungen zur Metallresistenz von Aktinobakterien verbinden aus diesem Grunde drei verschiedene Mechanismen der Detoxifizierung: Intrazelluläre Sequestrierung von Metallen, Immobilisierung von Metallen an der Zellwand und Exkretion von Chelatbildnern in das Millieu. Bergbaugebiete, in denen jahrzehntelang Erzgewinnung erfolgt ist, stellen ideale Untersuchungsflächen für Forschungsprojekte über Metall-Mikroorganismus-Interaktionen dar. Die Gewinnung von 124 Mio t Uranerz innerhalb einer Fläche von 74 km2 der Ronneburger Lagerstätte in Ostthüringen führte zur großflächigen Entstehung von metallhaltigen Habitaten. Nickel ist ein häufiges Begleitmetall von Uranerzen; es kommt in Konzentrationen bis zu 2000 ppm im Haldenmaterial dieses Bergbaugebietes vor. Die große Anzahl von Abraumhalden mit einem Gesamtvolumen von 140 Mio t verursachte die Bildung saurer Bergbauabwässer, die über den Wasserpfad in Verbindung mit den Mikrobenpopulationen der Habitate stehen.

Zitieren

Zitierform:

Haferburg, Götz: Studies on heavy metal resistance of bacterial isolates from a former uranium mining area. 2007.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Export