Handlungstheorien des Bildes

Seja, Silvia GND

In der gegenwärtigen Bildtheorie ist in zunehmendem Maße von einem „Bildhandeln“ die Rede. Aus diesem Grunde werden in der vorliegenden Arbeit die unterschiedlichen Verwendungen des Bildhandlungskonzeptes systematisiert sowie ihre jeweiligen Stärken und Schwächen herausgearbeitet. Entsprechend wird vorgeschlagen, vier bildtheoretische Paradigmen voneinander zu differenzieren, deren gemeinsamer Nenner darin liegt, das Verhältnis von Bild und Handlung zu thematisieren. Diese Paradigmen werden als „Bildspiel“, „Bildakt“, „Werkzeug“ und „Probehandlung“ bezeichnet. Ein wesentliches Merkmal der in den Kapiteln eins und zwei dargestellten Bildhandlungskonzeptionen liegt darin, daß Bilder in diesen Konzeptionen wie sprachliche Zeichen behandelt werden. Denn in diesen Konzeptionen, in welchen Bildhandeln als Bildspiel oder Bildakt definiert wird, wird angenommen, daß Bilder nur aufgrund eines Gebrauches als Bilder existieren. Hierbei wird mit einem Bildhandlungsbegriff gearbeitet, der sich vorrangig auf Handlungen bezieht, die der Zuschreibung des Bildstatus dienen. Dabei zeigt sich, daß es durch diese Gleichbehandlung von Bildern und sprachlichen Zeichen nicht möglich ist, den Besonderheiten von Bildern gerecht zu werden.

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Seja, Silvia: Handlungstheorien des Bildes. 2007.

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