Späte auditorisch evozierte Potentiale nach Stimulation mit Sprache und sprachähnlichen Stimuli bei Normalhörenden und Cochlea-Implantat-Patienten

Harnisch, Wilma

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Einfluß der Verstehbarkeit eines akustischen Reizes auf das späte auditorisch evozierte Potential (SAEP) zu untersuchen. Worte und 3 verschiedene Kategorien nicht verstehbarer Stimuli (rückwärts abgespielte Worte, moduliertes und unmoduliertes CCITT-Rauschen) wurden zur Ableitung der SAEP bei 21 Normalhörenden sowie 13 ertaubten und mit einem Cochlea-Implantat versorgten Patienten eingesetzt. Bei der gesunden Kontrollgruppe fand sich im Bereich von 350-650 ms nach Stimulusbeginn eine negative Komponente, wenn der zugrundeliegende Testreiz verstehbar war. Diese Welle könnte ein Korrelat des corticalen Wortverständnisses sein. Bei Cochlea-Implantat-Patienten war eine solche negative Komponente nicht nachweisbar. Als Ursachen dafür kommen die Inhomogenität der Gruppe, das höhere Lebensalter der Patienten sowie die möglicherweise veränderte corticale Verarbeitung von Sprachreizen nach längerer Ertaubung und cochleärer Implantation in Betracht.

Zitieren

Zitierform:

Harnisch, Wilma: Späte auditorisch evozierte Potentiale nach Stimulation mit Sprache und sprachähnlichen Stimuli bei Normalhörenden und Cochlea-Implantat-Patienten. 2007.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Export