Verlaufsuntersuchungen der Oberflächenantigene bei Akuter Myeloischer Leukämie zur frühzeitigen Rezidivdiagnostik

Linde, Babette GND

Bei 32 Patienten wurden über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren die Oberflächenantigene CD 13, CD 33, CD 34 sowie CD 10, CD 19 und CD 3, CD 4, CD 8 im Knochenmark mittels Durchflusszytometrie bestimmt. Zur Auswertung der Daten wurden zwei Patientengruppen gebildet: eine mit stabilem und eine mit instabilem Verlauf der Oberflächenantigene, als Kriterium diente dabei der Schwellenwert von 30%oberflächenantigen-positiven Zellen im Knochenmark. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit haben gezeigt, dass die Kurvenverläufe der myeloischen Oberflächenantigene CD 13, CD 33 und CD 34 eine Verlaufsbeobachtung der Akuten Myeloischen Leukämie ermöglichen und damit auch für die frühzeitige Rezidivdiagnostik eine besondere klinische Bedeutung bekommen können. Patienten mit instabilem Verlauf, deren Oberflächenantigene über den Schwellenwert hinausgehen, haben ein deutlich höheres Lebensalter und eine höhere Letalitätsrate als Patienten mit stabilem Verlauf der Oberflächenantigene. Dies korreliert zudem mit einer signifikant höheren Rezidivrate, insbesondere bei einem getrennten Verlauf der Oberflächenantigene sowie einen Anstieg der myeloischen Marker über 30%. Bemerkenswerterweise deutet sich dieses Rezidiv bei einer größeren Anzahl von Patienten zeitlich bereits vor den Veränderungen in der Zytomorphologie an.

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Linde, Babette: Verlaufsuntersuchungen der Oberflächenantigene bei Akuter Myeloischer Leukämie zur frühzeitigen Rezidivdiagnostik. 2006.

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