Zusammenhang von Hirnmorphologie und biologischem Verwandschaftsgrad bei jugendlichen Schizophrenen : eine hirnvolumetrische Studie an Amygdala, Hippocampus und Thalamus bei jugendlichen Schizophrenen, Verwandten ersten Grades von Schizophrenen und Kontrollen unter Einbeziehung klinischer Aspekte

Dajani, Kariem

Aus Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien ergeben sich deutliche Hinweisedarauf, daß genetische Faktoren für das Erkrankungsrisiko schizophrener Psychoseneine große Bedeutung haben. Auch wenn der Vererbungsmodus bis heute nichtbekannt ist, sprechen zahlreich Befunde dafür, daß eine genetische Disposition in Interaktion mit Umweltfaktoren Störungen der Gehirnreifung induzieren, die für die Krankheitsentstehung verantwortlich sind. Die in zahlreichen MRT-Studien dokumentierten Veränderungen der Gehirnmorphologie schizophrener Patienten stellen einen möglichen weiteren wichtigen Baustein in der Pathologie der Schizophrenie dar. Untersuchungen an jugendlichen Schizo-phrenen sind selten, können aber bestätigen, daß auch diese Patienten zum Teil ähnliche Veränderungen der Gehirnmorphe aufweisen. Wodurch diese Veränderungen hervorgerufen werden, bleibt weiter unklar. Weiterhin konnte in einigen wenigen hirnvolumetrischen Studien an biologisch Verwandten schizophrener Patienten gezeigt werden, das diese ebenfalls Veränderungen in der Gehirnstruktur besitzen. In der vorliegenden Arbeit soll daher folgende Hypothese geprüft werden: Hirnstrukturelle Veränderungen bei schizophrenen Patienten sind genetisch bedingt und lassen sich daher auch bei ihren biologischen Verwandten nachweisen. Hierzu wurden die Volumina des Hippocampus-Amygdala-Komplex und des Thalamus von 25 jugendlichen Verwandten ersten Grades von Schizophrenen, 12 jugendlichen Schizophrenen und 26 gesunden Kontrollen, die sorgfältigst nach Alter, Geschlecht und Händigkeit parallelisiert wurden, verglichen. Weiterhin wurden in der Patientengruppe mögliche Einflüsse von Erkrankungsdauer, klinischer Symptomatik und Geschlechtzugehörigkeit auf das Gehirnvolumen geprüft . Die Volumenbestimmungen erfolgten anhand von kontinuierlicher MR -Bildern mit einer Schichtdicke von 1mm , die mittels der Methode der manuellen Seg-mentierung unter der Verwendung der Software CURRY rechnergestützt vermessen wurden.

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Dajani, Kariem: Zusammenhang von Hirnmorphologie und biologischem Verwandschaftsgrad bei jugendlichen Schizophrenen. eine hirnvolumetrische Studie an Amygdala, Hippocampus und Thalamus bei jugendlichen Schizophrenen, Verwandten ersten Grades von Schizophrenen und Kontrollen unter Einbeziehung klinischer Aspekte. 2006.

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