Die Rolle des EGF-Rezeptors bei der mitogenen Signaltransduktion des ß2-adrenergen Rezeptors

Drube, Sebastian

In der vorliegenden Arbeit wurde am Expressionsmodell COS- 7 unter endogenen Bedingungen gezeigt, dass die Transaktivierung des EGFR durch den β2- adrenergen Rezeptor (β2- AR) unabhängig von der MMP- Aktivierung und somit Ligand- unabhängig induziert wird. Dadurch scheint der β2- AR nur eine partielle Transaktivierung des EGFR auszulösen, bei der nur die Aktivierung von ERK1/2, nicht aber der PLCγ1 und des PI3- Kinase/PKB- Signalweges vermittelt werden kann. Im Gegensatz dazu führt die Stimulierung des Lysophosphatidsäure- Rezeptors (LPA- Rezeptor) durch die Freisetzung von HB- EGF zu einer Ligand- abhängigen und vollständigen Transaktivierung, bei der das komplette ’’downstream Signalling’’ des EGFR ausgelöst wird (Aktivierung der PLCγ1, des PI3- Kinase/PKB- Signalweges und von ERK1/2). Durch die Erhöhung der Tyrosinkinaseaktivität des EGFR, die durch Stimulierung der Zellen mit EGF oder durch die Überexpression des EGFR hervorgerufen werden kann, wird der β2- AR jedoch dazu befähigt, neben der Aktivierung von ERK1/2 auch die PLCγ1 zu aktivieren. Die Erhöhung der Tyrosinkinaseaktivität wird dabei als Präaktivierung des EGFR definiert und ist essentiell für die β2- AR- vermittelte Aktivierung der PLCγ1. Durch die Präaktivierung des EGFR konnte in dieser Arbeit somit zum ersten Mal mit der EGFR- /Ligand- unterstützten Transaktivierung ein neuartiger GPCR- vermittelter Transaktivierungs-mechanismus identifiziert werden, bei dem die Aktivierung bestimmter Signalwege von der Aktivität des EGFR abhängig ist.

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Drube, Sebastian: Die Rolle des EGF-Rezeptors bei der mitogenen Signaltransduktion des ß2-adrenergen Rezeptors. 2005.

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