Methodenkritische Untersuchung zur Abrasionssimulation von Kompositen

Gnauck, Maja GND

Um die Abrasion von Dentalwerkstoffen experimentell messbar zu machen, wurde von de Gee 1986 die ACTA-Methode entwickelt. Bei diesem Verfahren der 3-Medien-Abrasion können viele Faktoren variieren: Zwischenmedium, Antagonistenrad, Pro-benrad (Art, Anzahl und Positionierung von zu prüfendem Werkstoff und Bezugs-werkstoff), Umdrehungszahl der Räder pro Zeiteinheit, Anpressdruck, Eintauchtiefe des Rührstabes und Anzahl der Abrasionszyklen. Dies bedingt eine erhebliche Variabilität der Ergebnisse. Als Referenzwerkstoff wird häufig ein Amalgam eingesetzt. Fabrikatunterschiede, subjektive Verarbeitungseinflüsse, die zu inhomogenen Amalgamkörpern führen sowie eine während der 3-Medien-Abrasion entstehende Amalgamschmierschicht und Korrosion verstärken die hohen Standardabweichungen der Abrasionsergebnisse zusätzlich. Aus den zahlreichen Variablen erklärt sich, warum die Ergebnisse verschiedener Arbeitsgruppen trotz Verwendung der gleichen Methode (ACTA) nicht vergleichbar sein können. Ziel der Arbeit war es daher, die ACTA-Methode in Kombination mit Kompositkunst-stoffen zu standardisieren und darauf aufbauend mit dieser standardisierten ACTA-Version die Abriebfestigkeit aktueller restaurativer Komposite vergleichend zu unter-suchen. In die Bewertung und Diskussion der Abriebfestigkeit gehen als weitere Bestandteile der Arbeit rasterelektronenmikroskopische Befunde, daraus abgeleitete Erkenntnisse zur Struktur der Komposite, Ergebnisse mechanischer Festigkeitsprü-fungen (Biegefestigkeit und Mikrohärte) sowie Rauigkeitsuntersuchungen nach Bürstenabrasion ein. Bezüglich der ACTA-Methode wurden insbesondere das Zwischenmedium (zwei verschiedene Arten von Hirse sowie Mais, Aluminiumoxid, drei verschiedene Zahnpastaputzkörper- und eine Zahnpasta-Suspension), der Vergleichswerkstoff (Amalgam und ein standardisierter Körper aus AlMg-Legierung), die Zyklenzahl (bis 300.000) und Veränderungen an Antagonistenrädern aus verschiedenen Materialien (Kerbenquerschnitt und –tiefe) untersucht, bewertet und Standardisierungs-vorschläge erarbeitet. Des Weiteren wurde der mögliche Einfluss der Bestückung der zwölf Kammern des Probenträgerrades auf die Abrasion der verschiedenen Komposite sowie deren Ranking untersucht. Dabei wurden die Anzahl der verschiedenen Komposite auf einem Rad, deren Anordnung und Eigenschaften, die Eigenschaften sowie Menge des Bezugswerkstoffes und weiterer Materialien (humane und bovine Zahnhartsubstanzen) berücksichtigt.

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Gnauck, Maja: Methodenkritische Untersuchung zur Abrasionssimulation von Kompositen. 2005.

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