Chromosomale Veränderungen oberflächlicher Harnblasenkarzinome hinsichtlich ihrer Rezidivität und Multifokalität

Kujau, Holger

Harnblasenkarzinome sind die zweithäufigsten Tumore des Urogenitaltraktes und rezidivieren auch in oberflächlichen Stadien häufig. Die vorliegende Arbeit untersucht einen möglichen Zusammenhang chromosomaler Veränderungen oberflächlicher Harnblasenkarzinome pTaG1-2 hinsichtlich deren Rezidivhäufigkeit, der rezidivfreien Zeit und der Multifokalität dieser Tumore. Dazu wurde die Methode der Vergleichenden Genomischen Hybridisierung (CGH- Comparative Genomic Hybridization) angewandt. Es zeigte sich, dass Tumoren mit abnehmender durchschnittlicher rezidivfreier Zeit deutlich mehr Gesamtaberrationen. Tumoren mit einem kurzen Rezidivintervall hatten häufiger Verluste am Chromosom 11 sowie Zugewinne an den Chromosomen 1, 11 und 17. Die multifokalen Tumoren bildeten im Gegensatz zu den monofokalen vermehrt Zugewinne am Chromosom 1 sowie Verluste an 8p, 10q und Chromosom 11 aus. Weiterhin zeigten Tumore weiblicher Patienten deutlich mehr Verluste am Chromosom 10 als männliche Patienten. Somit können chromosomale Veränderungen gezeigt werden, welche Hinweise auf den klinischen Verlauf oberflächlicher Harnblasenkarzinome geben können.

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Kujau, Holger: Chromosomale Veränderungen oberflächlicher Harnblasenkarzinome hinsichtlich ihrer Rezidivität und Multifokalität. 2005.

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