Oxidativer Streß als pathophysiologischer Faktor aktinischer Dermatosen

Hamm, Florian Peter

Sauerstoffradikalen werden zunehmend als ein Schlüsselfaktor bei der Entstehung von Hautkrebs angesehen. Dabei verfügt die Haut über verschiedene Mechanismen, um das naürliche Gleichgewicht zwischen Oxidantien und Antioxidantien zu wahren und so oxidativen Schäden der Zelle entgegenzuwirken. Ein weiterer wichtiger Faktor der Karzinogenese sind Lipidperoxidationsprodukte, z.B. Malondialdehyd. In der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, daß die Expression der antioxidativen Enzyme Catalase und Superoxiddismutase (SOD) bei den malignen Melanomen signifikant erhöht ist. Epidermale Tumoren dagegen zeigen eine zum Teil deutlich verringerte Expression von Catalase und Superoxiddismutase. Des weiteren weisen maligne Melanome eine signifikante Erhöhung des Lipidperoxidationsproduktes Malondialdehyd auf. Bei epidermalen Tumoren zeigt nur das spinozelluläre Karzinom eine signifikante Steigerung. Zum ersten Mal konnte eine Korrelation zwischen Malondialdehyd und Melanomen der menschlichen Haut in vivo gezeigt werden. Die Befunde weisen auf eine unterschiedliche Rolle des oxidativen Streß in der Pathogenese von melanozytären und epidermalen Hauttumoren hin.

Zitieren

Zitierform:

Hamm, Florian Peter: Oxidativer Streß als pathophysiologischer Faktor aktinischer Dermatosen. 2005.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Export