Dysregulation von GABA A-Rezeptoruntereinheiten nach Induktion fokaler kortikaler Dysplasien

Schorn, Christoph Friedrich GND

Fokale kortikale Dysplasien umfassen eine heterogene Gruppe meist angeborener kortikaler Entwicklungsstörungen, die häufig mit therapierefraktären Epilepsien und/ oder neuropsychologischen Defiziten assoziiert sind. In dieser Studie wurden fokale kortikale Dysplasien durch Aufbringen einer Gefrierläsion auf die rechte Hemisphäre an neugeborenen Ratten induziert. Hierbei konnte eine weitreichende bilaterale modulierte Expression der GABAA-Rezeptoruntereinheiten alpha1, alpha3 und alpha5 nach 7, 14 und 21 Lebenstagen immunhistochemisch dargestellt werden. Eine Störung des Verteilungsmusters dieser Untereinheiten als morphologisches Korrelat der erst ab dem 12. Lebenstag elektrophysiologisch nachweisbaren Hyperexzitabilität, ist schon ab dem 7. Lebenstag zu belegen. Zusätzlich zeigte sich, dass die typische Struktur des somatosensorischen Kortex - dargestellt durch die Rezeptoruntereinheit alpha1 - insbesondere des posteriomedialen Barrel-Subfields in unmittelbarer Umgebung der Malformation weitgehend erhalten blieb. Lediglich die Flächen des posteriomedialen Barrel-Subfields und der Septen waren bilateral im Areal der Repräsentation der Vorder- bzw. Hinterpfote nach 1 und 2 Wochen aufgrund reduzierter Projektionen thalamokortikaler Neurone und kallosaler Faserverbindungen vermindert.

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Schorn, Christoph Friedrich: Dysregulation von GABA A-Rezeptoruntereinheiten nach Induktion fokaler kortikaler Dysplasien. 2005.

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