Zur Bedeutung des Multicolour Bandings bei der Analyse von normalen und aberranten Chromosomen während verschiedener Phasen des Zellzyklus

Lemke, Johannes Rudolph

Die zytogenetische Analyse chromosomaler Veränderungen mittels herkömmlicher Techniken, wie Giemsa- oder Reverse-Banding erlauben lediglich eine Unterscheidung zwischen positiven und negativen Banden und sind darüber hinaus stark von präparativen Einflüssen abhängig. Das Multicolour Banding produziert hingegen ein auf FISH-Sonden basierendes Vielfarbmuster, welches sich an der spezifischen DNA eines Chromosoms orientiert, eine sehr hohe Auflösung und Genauigkeit bietet und unabhängiger von der Präparation der Zellsuspension ist. Ein Großteil bereits bestimmter Metaphasechromosom-Bruchpunkte konnte mit dieser neuen Methode präzisiert bzw. korrigiert werden. Außerdem gelang es erstmals auch Interphasechromosomen auf Bandenniveau darzustellen, sie aufgrund ihrer Ähnlichkeit direkt mit Metaphasechromosomen zu vergleichen und sogar Aberrationen zu erkennen. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigten, daß das Multicolour Banding herkömmlichen Bänderungstechniken teils deutlich überlegen ist und werfen zusätzlich Fragen zu etablierten Vorstellungen zur Anordnung des Interphasechromatins auf.

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Lemke, Johannes Rudolph: Zur Bedeutung des Multicolour Bandings bei der Analyse von normalen und aberranten Chromosomen während verschiedener Phasen des Zellzyklus. 2005.

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