Untersuchungen zur Struktur, Wirkungsweise und Biosynthese der Cervimycine als Verbindungen einer besonderen Klasse aromatischer Polyketide aus Streptomyceten

Herold, Kerstin GND

Die vorliegende Arbeit beschreibt auf der Basis der Grundlagenforschung die Isolierung, Strukturaufklärung, biologische Aktivität, Struktur-Wirkungsbeziehungen sowie wesentliche biosynthetische Zusammenhänge einer Gruppe interessanter bioaktiver Sekundärmetabolite aus Bakterien, die in ungewöhnlichen Habitaten gewonnen wurden. Auf der Suche nach neuen Antibiotika aus Streptomyceten konnten die Cervimycine als homologe Strukturen einer bisher wenig untersuchten Naturstoffklasse aromatischer Polyketide isoliert werden, von denen einige Vertreter eine erhebliche Wirkung gegen schwerwiegende nosokomiale Keime aufwiesen. Insbesondere die therapeutisch relevante Bioaktivität des Cervimycin K, vor allem gegen multiresistenten Staphylococcus aureus und vancomycinresistenten Enterococcus faecalis, legt die Basis zur Entwicklung neuer Leitstrukturen für Antibiotika. Targetorientierte Tests der Cervimycine verwiesen auf einen anderen als bisher für Antibiotika bekannten Wirkort und sind somit ein interessanter Ansatzpunkt zur Entwicklung neuer pharmazeutisch relevanter Substanzen. Mit der Lokalisation und Identifizierung der Cervimycin-PKS Typ II konnte darüber hinaus ein wesentlicher Bestandteil des Biosyntheseenzyms zum Aufbau der Cervimycine geklärt werden, der unter anderem als Grundlage zur Entwicklung neuer antibiotischer Wirkstoffe über gezielte kombinatorische Biosynthese genutzt werden kann.

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Herold, Kerstin: Untersuchungen zur Struktur, Wirkungsweise und Biosynthese der Cervimycine als Verbindungen einer besonderen Klasse aromatischer Polyketide aus Streptomyceten. 2005.

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