Prognostische Bedeutung pränataler Befunde bei kongenitalen Anomalien der Nieren und Harnwege

Schulz, Sven

Kongenitale Anomalien der Nieren und Harnwege zeigen oftmals bereits pränatal sonographische Auffälligkeiten, doch insbesondere bei der Harntrakterweiterung ist die prognostische Bedeutung pränataler Befunde in Diskussion. Es wurde die Aussagekraft des pränatalen anterior-posterioren Pyelondiameters (APPD) bei Harntrakterweiterungen für verschiedene Zeitpunkte der Schwangerschaft ermittelt. Weiterhin wurde die Übereinstimmung von prä- und postnataler Diagnose bestimmt, sowie die Assoziation von Fehlbildungen des Harntraktes mit anderen Anomalien und die Bedeutung eines pränatal erweiterten Ureters untersucht. Die Analysen wurden anhand der Befunde von 196 Patienten der Universitätsfrauenklinik und Universitätskinderklinik Jena im Zeitraum 01/1990-12/2000 durchgeführt. Es konnte nachgewiesen werden, dass bei einem APPD >= 3 mm vor der 26. Schwangerschaftswoche (SSW) und/oder einem APPD >= 7 mm nach der 26. SSW postnatale Diagnostik notwendig ist, dass bei einem APPD >= 15 mm nach der 35. SSW die Wahrscheinlichkeit einer operativen Therapie deutlich erhöht ist und dass jedes Kind mit einem pränatal erweiterten Ureter einer postnatalen Diagnostik unterzogen werden muss.

Vorschau

Zitieren

Zitierform:

Schulz, Sven: Prognostische Bedeutung pränataler Befunde bei kongenitalen Anomalien der Nieren und Harnwege. 2005.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten

Export