Evaluation eines verhaltensorientierten Therapieprogramms zur Behandlung aphasischer Störungen

Schubert, Kerstin

In der vorliegenden Arbeit wird die Wirkung eines lernpsychologischen Trainingsprogrammes für Broca-Aphasiepatienten untersucht, das auf der Grundlage der Constraint-Induced Movement Therapy (CI Therapy) beruht und davon ausgeht, dass wesentliche Anteile der sprachmotorischen Funktionsbehinderung als erworbene bzw. konditionierte Unterdrückung ("Learned Nonuse") des Sprachverhaltens interpretiert werden können. Das sprachlich-psychologische Verhaltenstraining für Schlaganfallpatienten mit einer mindestens 6-monatigen motorischen Aphasie konzentriert sich auf die Förderung der Alltagskommunikation und schließt ein 10tägiges mehrstündiges Sprachtraining ein. In der Dissertation wurde untersucht, ob das verhaltensorientierte Sprachtherapieprogramm zu quantitativen und qualitativen Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten bei 18 Aphasikern führt und ob es als direkte Folge zu einer Abnahme der Art und Anzahl körperlicher und psychischer Beschwerden kommt. Die Ergebnisse dieser Studie lassen eine spezifische Wirkung der neuen verhaltensorientierten Sprachtherapie vermuten. Kurz nach der Therapie kommt es zu Verbesserungen sowohl in der Qualität der verschiedenen sprachlichen Bereiche: Phonologie, Lexikon, Syntax, Semantik, als auch zu einem vermehrten Einsatz der verbal-kommunikativen Fähigkeiten in alltäglichen Situationen. Darüber hinaus nehmen körperliche und psychische Beschwerden, v.a. aber die Depressionsneigung deutlich ab.

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Schubert, Kerstin: Evaluation eines verhaltensorientierten Therapieprogramms zur Behandlung aphasischer Störungen. 2005.

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