Entwicklung eines Verfahrens zum transvaskulären Aortenklappenersatz

Ferrari, Markus Wolfgang

Bei einem stetig zunehmenden Patientengut mit behandlungsbedürftigen Aortenklappenvitien und relevanten Begleiterkrankungen, welche das Risiko eines operativen Klappenersatzes erhöhen, wurde ein Verfahren zum transvaskulären Ersatz der Aortenklappe entwickelt. In umfangreichen In-vitro-Experimenten konnte gezeigt werden, dass eine biologische Herzklappenprothese, die in das proximale Ende eines selbstexpandierenden Nitinolstents eingenäht wurde, nach Zusammenfalten und Implantation mit einem 7 mm dicken Katheter strömungsdynamisch einer nativen Herklappe ähnliche Eigenschaften in einem künstlichen Kreislaufmodell aufweist. Der Aortenklappenstent wurde über einen Zugang von der Arteria subclavia unter Röntgendurchleuchtung erfolgreich in Schweine am schlagenden Herzen implantiert, indem beim Freisetzen des Klappenstents aus dem Katheter die alte Aortenklappe gegen die Wand gepresst wurde, während sich gleichzeitig die Bioprothese orthotop entfaltete. Unter Steigerung des Blutdruckes und der Pulsfrequenz durch Katecholamininfusionen konnte sowohl im Katheterrückzug als auch bei den Dopplerflussmessungen mittels transösophagealer Echokardiographie keine Fehlfunktion des Aortenklappenstents festgestellt werden. Dieses neu entwickelte Verfahren des transvaskulären Klappenersatzes, welche minimalinvasiv ohne Narkose und ohne Eröffnung des Brustkorbes möglich ist, kann zukünftig bei Hochrisikopatienten eine alternative Behandlungsmethode für Aortenklappenerkrankungen darstellen.

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Ferrari, Markus Wolfgang: Entwicklung eines Verfahrens zum transvaskulären Aortenklappenersatz. 2004.

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