Suche nach Superantigen kodierenden Genen bei humanpathogenen Streptokokken der serologischen Gruppen C und G

Seidel, Peter

In letzter Zeit wurden auch bei Infektionen mit Gruppe-C- und G-Streptokokken (GCS/GGS - Str. dysgalactiae subsp. equisimilis) Fälle von Streptokokken bedingtem Toxisch-Schock-Syndrom (STSS) beobachtet, obwohl die dafür verantwortlichen Superantigene bzw. für sie kodierende Gene bei diesen Serogruppen bisher nicht nachgewiesen worden sind. Die Untersuchung von 7 GCS- und 17 GGS-Stämmen aus der Stammsammlung der FSU Jena mit der Methode der Dot-Blot-Hybridisierung auf die von Gruppe-A-Streptokokken (GAS) bekannten Superantigen-Gene spea, spec, spez und speg ergab mit der Sonde speG für speg bei 2 GCS- und 12 GGS-Stämme positive Hybridisierungsspots. Weitere Untersuchungen führten zur Identifizierung des Gens spegdys, welches das Protein SPEGdys kodiert. Auf Grund der großen Ähnlichkeit von SPEGdys und dem von GAS bekannten Superantigen SPEGGAS ist davon auszugehen, dass auch SPEGdys im Falle der Expression als Superantigen wirken kann. Damit wäre eine, für humanpathogene C- und G-Streptokokken völlig neue, Klasse von hochpotenten Pathogenitätsfaktoren gefunden, die auch das Auftreten von STSS bei GCS/GGS-Infektionen erklären kann.

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Seidel, Peter: Suche nach Superantigen kodierenden Genen bei humanpathogenen Streptokokken der serologischen Gruppen C und G. 2004.

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