Vergleichende Untersuchung möglicher pro- oder antioxidativer Eigenschaften verschiedener Pflanzen-Phenole in vitro

Förstemann, Elisabeth

Es ist bekannt, daß Nahrungsmittel auf Grund ihres Gehaltes an spezifischen Wirkstoffen das physische und psychische Wohlbefinden positiv beeinflussen können. Zu den wichtigsten potentiell nützlichen Wirkstoffen zählen die sekundären Pflanzenstoffe. Unter diesem Begriff werden über 100.000 Substanzen zusammengefaßt, einige Tausend davon sind Bestandteil unserer Nahrung. Der größte Teil davon sind phenolische Verbindungen. Ausgehend von den bereits nachgewiesenen Radikalfängereigenschaften der Vitamine A, C und E sowie der Harnsäure sollte in der vorliegenden Arbeit untersucht werden, ob Pflanzen-Phenole in Abhängigkeit von der eingesetzten Methode zum Nachweis von Scavengereigenschaften unterschiedliche antioxidative/prooxidative Eigenschaften aufweisen. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit umfaßte folgende Modellreaktionen an Rattenlebermikrosomen: a) die stimulierte Lipidperoxidation (LPO), b) die Wasserstoffperoxidbildung (H2O2-Bildung), c) die Luminol-verstärkte Chemilumineszenz (Lm-CL) und d) die Lucigenin-verstärkte Chemilumineszenz (Lc-CL). Insgesamt konnten für alle untersuchten Pflanzenphenole, in Abhängigkeit von der Konzentration, in allen Modellversuchen Scavengereffekte nachgewiesen werden. Sowohl für die Wirkungsstärke als auch die Wirkungsqualität ließen sich in den Modellreaktionen für die Pflanzenphenole mehr oder weniger stark ausgeprägte Unterschiede nachweisen.

Zitieren

Zitierform:

Förstemann, Elisabeth: Vergleichende Untersuchung möglicher pro- oder antioxidativer Eigenschaften verschiedener Pflanzen-Phenole in vitro. 2003.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Export