Relativrelokalisierung von Schwarmbeben in der Saxothuringischen Seismotektonischen Provinz

Hemmann, Alexander

In der Arbeit werden Methoden zur relativen Relokalisierung von Schwarmbeben entwickelt, getestet und angewendet. Grundlage der hochpräzisen Hypozentren-Bestimmung ist die hohe Ähnlichkeit der Wellenformen von Erdbebenschwärmen. Die durchgeführte Ähnlichkeitsanalyse ermöglichte die Bestimmung von Ähnlichkeitskoeffizienten, die in Ähnlichkeitsmatrizen dargestellt die Zuordnung der Ereignisse zu Multiplets ermöglichten, und von Phaseneinsatzzeit-Differenzen. Die Phaseneinsatzzeit-Differenzen können genauer als die Abtastrate bestimmt werden und bilden somit die Grundlage der Berechnung der Lage der Hpyozentren mit einer Genauigkeit von bis zu 8 m. Nach der Inversion der Phaseneinsatzzeit-Differenzen und der absoluten Lokalisierung der Zentren der Multiplets ist die Zuordnung der Hypozentren zu aktivierten geotektonischen Störungssystemen sowie die Verifizierung der zeitlichen und räumlichen Erdbebenschwarmentwicklung möglich. Die Untersuchungen von Erdbebenschwärmen in der Saxothuringischen Seismotektonischen Provinz zeigten, dass stets N-S streichende Störungen mit am Herdprozess beteiligt waren und dass Kreuzungspunkte von unterschiedlichen Störungssystemen für das Auftreten von Schwärmen im Untersuchungsgebiet prädestiniert sind. Ein Zusammenhang von Mantel-Fluid aktiven Gebieten und dem Auftreten von Erdbebenschwärmen scheint nachweisbar.

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Hemmann, Alexander: Relativrelokalisierung von Schwarmbeben in der Saxothuringischen Seismotektonischen Provinz. 2002.

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