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Titel:Ressourcenorientierte und reflexive Beratung - Erfurter ModerationsModell -
Weiterer Titel:Zur theoretischen Grundlegung und Reflexion systemisch-konstruktivistischer und postmoderner Beratungspraxis in (sonder-)pädagogischen Kontexten
Autor: Schildberg, Henriette [Autor]
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URL für Lesezeichen:http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=4207
URN (NBN):urn:nbn:de:gbv:547-200400813
Kollektion:Dissertationen/Habilitationen
Status:Dokument veröffentlicht
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Dissertation
Medientyp:Text
Dieses Dokument wird referenziert von:
Stichwörter:Beratung, Moderation, Sonderpädagogik, Pädagogik, systemische Beratung, Postmoderne, Radikaler Konstruktivismus, Systemtheorie, Sprachphilosophie, Sozialer Konstruktionismus, Narration, Hermeneutik, Vielstimmigkeit, Reflexivität, Gespräche, Kooperation, Kollaboration
Evaluationstyp:Für die Langzeitarchivierung vorgesehen
Dewey Decimal Classification:300 Sozialwissenschaften » 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
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Beschreibung:Diese Arbeit stellt einen Beitrag zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von (Sonder-)PädagogInnen dar, indem das Erfurter ModerationsModell in einen theoretischen Denkrahmen möglicher Begründungen für beraterisches Denken und Handeln in (sonder-)pädagogischen Kontexten gestellt wird. Das Erfurter ModerationsModell wurde bereits in der Dissertation von Frau Jäpelt (2004) in Form eines Curriculumsprozesses dokumentiert und evaluiert und greift auf Überlegungen zu systemischen Beratungsstrategien im schulischen Kontext nach Palmowski (1996; 2005) zurück.
Im Nachgehen der zentralen Frage, welche theoretischen Positionen das Erfurter ModerationsModell fundieren und sich als besonders hilfreich und nützlich für Beratungsprozesse in (sonder-)pädagogischen Kontexten erweisen werden sechs theoretische Positionen beleuchtet, die auch innerhalb systemischer Therapie von Bedeutung sind. Diese sind: systemtheoretische, radikal-konstruktivistische, sprachphilosophische, sozialkonstruktionistische, narrative und hermeneutische Positionen. Dabei werden einzelne Teilaspekte einer theoretischen Richtung resümiert und konkrete Möglichkeiten des Begründens und Reflektierens beraterischen Handelns aufgezeigt. Insgesamt wird
1.ein Verständnis von Beratung in (sonder-)pädagogischen Kontexten gezeichnet, das eine Bereicherung zu bereits bestehenden Konzepten und herkömmlichen Vorstellungen darstellt: Das Erfurter ModerationsModell bietet ein Verständnis von Beratung an, das der kontinuierlichen Reflexion bestimmter Themen dienen kann. Dabei wird den KlientInnen ein Expertenstatus in dem Sinne eingeräumt, als dass die Verantwortung für die Lösungserfindungen Ihnen obliegt.
2.beraterisches Handeln theoretisch fundiert und in der Verbindung theoretischer und praxeologischer Überlegungen ein Beratungsmodell als Reflexionsarchitektur kreiert.
Ausgangspunkt der Überlegungen ist zum einen der Stellenwert von Beratung in (sonder-)pädagogischen Kontexten, insbesondere im schulischen Feld, und zum anderen ein auf Reflexion und theoretischer Begründung beruhendes Verständnis professionellen beraterischen Handelns.

Die Dissertation gliedert sich in 7 Kapitel, die sich wie folgt grob zusammenfassen lassen:
Während Kapitel 1 bis 3 den Begründungsrahmen der vorgelegten Arbeit bilden, dient das vierte Kapitel der ausführlichen Darstellung der Vorgehensweise einer ressourcenorientierten und reflexiven Beratungspraxis.
Kapitel 5 und 6 bilden die Reflexionsbasis für das Erfurter ModerationsModell und betten dieses in einen theoretischen Denkrahmen möglicher Begründungen. Den Abschluss bilden resümierende und perspektivische Gedanken, die eine Verknüpfung der Beschreibung der Spezifika des ModerationsModells (Kapitel 4) mit den zwei Säulen einer Reflexionsbasis (Kapitel 5 und 6) deutlich werden lassen. Die im theoretischen Diskurs notwendige Aufrechterhaltung der Abgrenzung unterschiedlicher Theorien verliert in der resümierenden Betrachtung insofern an Bedeutung, als dass ein einzelnes Merkmal einer ressourcenorientierten und reflexiven Beratungspraxis aus verschiedenen theoretischen Perspektiven ableitbar ist. Durch die Darstellung und gleichwertige Betrachtung sechs unterschiedlicher theoretischer Positionen und damit auch sechs verschiedener Beschreibungsvarianten ergibt sich die Möglichkeit der Erweiterung (sonder-)pädagogischer Sprachspiele, die sich alle im Bereich des Verständnisses vom Menschen als wirklichkeitskonstruierendes Wesen bewegen.

Dabei entfaltet sich ein Beratungsverständnis, das sich einordnen lässt in die Idee der Beratung als Anstoß zur Selbsthilfe und als Prozess des Sich-gemeinsam-Beratens, das in der Kooperation in Sprache Bedeutungen erzeugt.
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Hochschule/Fachbereich:Universität Erfurt » Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Dokument erstellt am: 04.08.2005
Dateien geändert am: 10.08.2006
Promotionsantrag am: 15.03.2005
Datum der Promotion: 07.07.2005