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5. Katalogisierung, Bestandserschließung und Bestandserhaltun
5.1 Monographienkatalogisierung
Das wichtigste Ereignis 1997 war für die ehemalige Katalogisierungsabteilung
im April die Eingliederung in die neue Abteilung Buchbearbeitung. Dadurch
erweiterte sich das Arbeitsfeld der betroffenen MitarbeiterInnen fachteamorientiert
um Aufgaben aus dem Bereich der Erwerbung, der Signaturenübernahme
(Fremddatenübernahme) mit Hilfe von DBV-OSI sowie der technischen
Buchbearbeitung. Im Zuge der Umstrukturierung mußten die Teamkollegen
aus der früheren Erwerbungsabteilung und der Schlußstelle zahlreiche
neue Arbeitsgänge im Bereich Katalogisierung lernen, andererseits
mußten die KatalogisiererInnen sich mit dem Erwerben befassen.
Trotz der damit verbundenen Umstellungs- und Einarbeitungsphasen konnten
1997 insgesamt 52.381 Titelaufnahmen sowie 14.204 Haupt- bzw. Gesamtaufnahmen
erstellt werden. Aus dem Rückstand der Erwerbungsjahre 1994 bis 1996
wurden dabei 36.831 Bände katalogisiert, 12.747 Titelaufnahmen wurden
für Lieferungen des laufenden Erwerbungsjahres erstellt und 2.803
Bände für die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule eingearbeitet.
Die zunehmende Konsolidierung der Arbeitsabläufe schlug sich 1998
in einer weiteren Verbesserung der Katalogisierungszahlen nieder. So wurden
insgesamt 59.479 Titelaufnahmen sowie 24.199 Haupt- und Gesamtaufnahmen
erstellt. Davon waren 30.805 Bände aus den Erwerbungsjahren 1994 bis
1997 und 27.498 Bände aus dem Erwerbungsjahr 1998. Damit konnte die
im Zielepapier 1998 angestrebte Zahl von 55.000 deutlich überschritten
werden. Seit 1.4.1998 erfolgt keine Differenzierung mehr zwischen der Einarbeitung
von Erwerbungen der PH und der UB Erfurt. Erstmals wurden auch gezielt
Nicht-Buch-Materialien eingearbeitet sowie ein besonderes Augenmerk auf
den bibliographischen Apparat gerichtet.
Zur Unterstützung der Rückstandsbearbeitung wurden
neben den in den Teams tätigen ABM-Kräften vom 1.10.1997 bis
31.12. 1997 erstmals insgesamt 25 studentische und eine wissenschaftliche
Hilfskraft mit entsprechendem Studienabschluss an 4 Abenden pro Woche (insgesamt
10 Wochenstunden/ Person) eingesetzt. Während die wissenschaftliche
Hilfskraft ausschließlich Literatur der Fächer Germanistik und
Philosophie systematisierte, wurden die anderen Studenten und Studentinnen
in Gruppen zu je 5 Personen auf die einzelnen Fachteams verteilt. Die Aufgabengebiete
umfaßten die Ermittlung von Signaturen mit Hilfe von DBV-OSI, Vercutterung
sowie das Verkleben von Signaturschildern und Barcode-Etiketten. Da in
der UBE während der regulären Dienstzeiten keine weiteren Arbeitsplätze
zur Verfügung standen, für die auszuführenden Arbeiten teilweise
jedoch Computer benötigt wurden, arbeiteten die Hilfskräfte nach
Dienstschluß an den Schreibtischen der festen Mitarbeiter. Als Arbeitsraum
stand der des jeweiligen Teams zur Verfügung, auch die Organisation
der zu erledigenden Arbeiten oblag den Teams. Die Betreuung der Studenten
durch jeweils zwei KollegInnen der Abt. Buchbearbeitung sowie eine MitarbeiterIn
des höheren Dienstes außerhalb der regulären Dienstzeiten
fand auf freiwilliger Basis statt.
Ab Mitte Oktober erstellten zwei Hilfskräfte unter Anleitung der
zuständigen Mitarbeiterin Dublettenlisten für den Tausch, ab
Dezember fand ein verstärkter Einsatz im Bereich der technischen Buchbearbeitung
statt. Insgesamt konnten 14 Dublettenlisten zu je 150 Titeln erstellt,
im Bereich der technischen Buchbearbeitung von 2.500 übernommenen
Bänden alte Etiketten abgelöst und ca. 350 Bücher buchpflegerisch
(Einfetten von Lederbänden) behandelt werden.
Bei gleichbleibenden Arbeitsaufgaben erfolgte 1998 ein zeitlich veränderter
Einsatz von studentischen Hilfskräften. In diesem Jahr wurden jedem
Team 2 Studenten oder Studentinnen mit einer Wochenarbeitszeit von 10 Stunden/Person
zugeteilt, die in enger Zusammenarbeit mit den Teammitgliedern diese während
der Arbeitszeit von verschiedenen Routinearbeiten entlasteten. Außerdem
konnten weitere wissenschaftliche Hilfskräfte für die Systematisierung
gewonnen werden, was zu einer spürbaren Entlastung der FachreferentInnenen
beigetragen hat. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, daß der
Einsatz von Hilfskräften eine verstärkte Konzentration der BibliothekarInnen
u.a. auf die Katalogisierung ermöglichte und somit in den beiden Berichtsjahren
zu einer erheblichen Steigerung der Katalogisierungsleistung beigetragen
hat.
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5.2 Zeitschriftenkatalogisierung
Bis zum Sommer 1997 wurden Regelungen und Vorgaben für
Arbeitsabläufe zur Katalogisierung und zur OUS-Erfassung entwickelt,
die die Grundlage für die Zeitschriftenkatalogisierung an der UB bilden,
welche aber auch mit fortschreitendem Aufbau der UB und dem Wachstum des
Bestands stetig aktualisiert werden müssen. Die Zeitschriftenkatalogisierung
an der UB beinhaltet z.Z. vorwiegend die Erstellung, Korrektur oder Ergänzung
von Lokal-datensätzen in PICA (NMN) und die Erfassung jeder Bindeeinheit
(d.h. jedes ausleihbaren Bandes/Heftes) im OUS. Da vorerst Kernzeitschriften
katalogisiert wurden, die alle in der ZDB nach-gewiesen sind, beschränkten
sich die Eingaben in die ZDB bis auf wenige Ausnahmen (1998 erfolgten vier
Neuaufnahmen in die ZDB) auf Korrekturen und Veränderungen vorhandener
Datensätze. Korrekturen im bibliographischen Bereich werden per ZDB-mail
an die ZDB-Redaktion gesandt, von der sie dann vollzogen werden, da ein
ZDB-Datensatz zwei Wochen nach erfolgter Neuaufnahme gesperrt wird und
danach nicht mehr online korrigiert werden kann.
Da die UB noch beim Aufbau eines Zeitschriftenbestands ist, ist die
Zahl der neu angelegten Lokaldatensätze in 1997 und 1998 verhältnismäßig
hoch. So wurden im Jahr 1997 878 Lokaldatensätze neu angelegt und
seit Sommer 1997 16.666 Zeitschriftenbände im OUS erfasst, im Jahr
1998 wurden 1397 Datensätze neu angelegt und 22.015 Zeitschriftenbände
im OUS erfasst. (Korrekturen und Ergänzungen in den Lokaldatensätzen
sind hier nicht berücksichtigt).
Ein weiteres komplexes Projekt der Zeitschriftenstelle in den Jahren
1997/1998 war die Integration der Zeitschriftenbestände der PH in
die UB auf der Basis der Kooperationsvereinbarung zwischen Universität
und Pädagogischer Hochschule.
Im Zeitschriftenlesesaal der PH lagen die Hefte aus ca. 650 laufenden
Abonnements aus, zudem standen in den Regalen die Zeitschriftenbestände
der zurückliegenden 10 Jahre. Außerdem lagerten auch Zeitschriftenbestände
in einem Außenmagazin.
Im November 1997 startete die Bearbeitung der Bestände des Zeitschriftenlesesaals
der PH: In einem Nachbarraum des Zeitschriftenlesesaals katalogisierten
die MitarbeiterInnen der UB die vorhandenen Bände und erfassten sie
auch im OUS. Somit wurden die Transporte der Bände auf ein Minimum
reduziert.
Gleichzeitig wurde der Zeitschriftenbestand von den FachreferentInnen
im Zusammenwirken mit den Professoren der PH evaluiert. Es wurde festgelegt,
welche Zeitschriften eingearbeitet werden, welche Abonnements weitergeführt
werden, welcher Bestand gebunden wird u.a.
Bis Ende März 1998 konnte die Katalogisierung der Bestände
des Zeitschriftenlesesaales der PH abgeschlossen werden. Bis zum Jahresende
wurden auch die übrigen Zeitschriftenbestände der PH katalogisiert
und für die Ausleihe aufbereitet.
Außerdem wurden auch größere Zeitschriftenbestände
aus den Instituten für Geschichte und für Anglistik nach UB-Standard
eingearbeitet. Andere Institute der PH erwarben nur in geringfügigem
Maße Zeitschriften, so dass die Einarbeitung dieser Bestände
ohne größeren Aufwand in die alltägliche Bearbeitung von
Zeitschriften zu integrieren waren .
Mit der Einarbeitung der Zeitschriftenbestände der PH
wurde auch die Umgestaltung des Zeitschriftenlesessals vorgenommen. Seit
dem 1.10.1998 liegen die aktuellen Zeitschriftenhefte der PH-Bibliothek
und der UB (insgesamt ca. 1100 Titel) nach Regensburger Verbundklassifikation
erschlossen zur Benutzung aus.
Weiterhin erfolgte 1998 in der Zeitschriftenstelle die Bearbeitung
der Zeitschriftenbestände aus der Sammlung Teufel (ca. 340 Titel Zeitschriften
und Zeitungen). Dieser Bestand wurde vorerst provisorisch erfasst und durch
die Fachreferenten gesichtet.
760 Bände (51 Titel) wurden inventarisiert und katalogisiert, 581
Bände wurden gebunden. Ein nicht geringer Teil der Zeitungen und Zeitschriften
ist noch zu bearbeiten.
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5.3 Medienbearbeitung
Um eine sachgerechte Bearbeitung der Neuen Medien zu erreichen,
wurde ein Team (Team 6) mit dieser Aufgabe betraut. Dazu wurde 1997 in
Kooperation mit der Benutzungsabteilung, der Abteilung Buchbearbeitung
und der Zeitschriftenstelle ein Geschäftsgang "Bearbeitung der Nichtbuchmaterialien
(NBM)" erarbeitet, worin unter anderem auch die Arbeitsaufgaben des Medienteams
abge-grenzt wurden. Es wurde bereits 1997 mit der Bearbeitung von NBM begonnen,
obwohl noch nicht alle Voraussetzungen abgeklärt waren. In 1998 konnten
noch offene Probleme geklärt werden (Standorte, Etiketten, Barcode)
und die Medienbearbeitung konsolidierte sich. Auch die Anforderungen wuchsen,
denn die Medienbestände aus den PH-Instituten und dem Sprachenzentrum
wurden zusätzlich im Medienteam bearbeitet. Gerade das Sprachenzentrum
verfügt über einen umfangreichen und vielfältigen Medienbestand:
Videos, Kassetten, CD-ROM usw. Über die Medienbearbeitung hinaus wurden
mit dem Sprachenzentrum erste Gespräche geführt, wie beide Einrichtungen
gemeinsam den Medienbestand besser nutzbar machen könnten.
In 1997/1998 katalogisierte Nicht-Buch-Materialien (Bestand von UB
und PH, Stand:2.12.1998)
| CD-ROM |
107
|
| Audio-CD |
41
|
| Kassetten |
603
|
| Medienkombinationen |
1.013
|
| Mikrofiche
(Anzahl der Titel, u.a umfangreiche biographische Archive) |
30
|
| Videos |
204
|
| Folien |
69
|
| Dias |
92
|
| sonstige |
29
|
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5.4 Bearbeitung nicht zentral nachgewiesener Monographienbestände
der Pädagogischen Hochschule Erfurt
Aufgrund der 1997 eingegangenen Kooperation mit der Pädagogischen
Hochschule Erfurt in Bibliotheksangelegenheiten (vgl. 1.1) konnte schon
zum 1.4.1997 mit der Bearbeitung noch nicht erfasster Neuzugänge der
Zentralbibliothek der Pädagogischen Hochschule Erfurt sowie der an
den Instituten der Pädagogischen Hochschule Erfurt zusammengekommenen
Buchbestände begonnen werden. Mit Unterstützung des Referats
Forschung der Pädagogischen Hochschule wurden hierzu 13 ABM-Kräfte
gewonnen, von Mitarbeiterinnen der Universitätsbibliothek und der
Bibliothek der Pädagogischen Hochschule Erfurt geschult und eingearbeitet.
Zu den Aufgaben der unter Anleitung einer Mitarbeiterin aus der Bibliothek
der Pädagogischen Hochschule Erfurt stehenden Gruppe gehören
die Identifizierung geeigneter Titelaufnahmen in den Datenbanken des Gemeinsamen
Bibliotheksverbundes, die Erstellung neuer Titelaufnahmen geringen Schwierigkeitsgrades,
die Ermittlung geeigneter Signaturen nach der Regensburger Verbundklassifikation
im Bibliotheksverbund Bayern via DBV-OSI, die Vervollständigung der
Exemplardaten sowie die Etikettierung der bearbeiteten Bestände. Da
es sich in der Hauptsache um deutschsprachige Literatur der letzten zwanzig
Jahre handelt, ist die Anzahl der erforderlichen Neuaufnahmen relativ gering.
Zur Qualitätssicherung wurde unter Mitarbeit eines Kollegen aus der
Bibliothek der Pädagogischen Hochschule Erfurt ein umfangreiches Prüfprogramm
entwickelt, durch welches die formale Richtigkeit (Belegung der bibliographischen
Pflichtfelder, syntaktische Stimmigkeit, Prüfung von Abhängigkeiten)
der Katalogisate kontrolliert und anhand von Fehlerprotokollen korrigiert
werden kann (s.a.7.1.). Das sowohl für dieses Projekt wie auch für
das Projekt zur Integration des Monographienbestandes der ehemaligen Kirchlichen
Hochschule Naumburg entwickelte Programm bewährte sich derart, dass
es seitdem in anderen Projekten und seit 1998 auch im Geschäftsgang
der Universitätsbibliothek in jeweils modifizierter Form zum Einsatz
kommt. Es kann zusammen mit einer Dokumentation (Umfang 27 Seiten) Interessenten
zur Verfügung gestellt werden.
Zum 1.4.1998 mussten, abgesehen von einer , deren Vertrag verlängert
wurde, zwölf neue ABM-Kräfte gewonnen werden, welche für
ihre Tätigkeiten erneut geschult werden mussten. Während der
Jahre 1997/1998 wurden in diesem Projekt 63.679 Bände Monographien
aus folgenden Einrichtungen als Bestände der Universitätsbibliothek
Erfurt eingearbeitet:
- Zentralbibliothek der Pädagogischen Hochschule Erfurt
20.693 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Geschichte 16.823 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Philosophie 3.434 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Anglistik/Amerikanistik 5.344
Bde.
- Buchbestände des Instituts für Romanistik 3.653 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Soziologie 2.212 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Politikwissenschaft 5.116 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Germanistik 937 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Psychologie 47 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Slawistik 1.172 Bde.
- Buchbestände des Instituts für Geographie 4.513 Bde.
(Zum Teil zog sich die Bearbeitung noch in die ersten Wochen des Jahres
1999 hin, dafür war in den letzten Wochen 1998 schon mit der Bearbeitung
weiterer Buchbestände begonnen worden.)
Damit war die Einarbeitung der Buchbestände der Kulturwissenschaftlichen
sowie der Philologischen Fakultät der Pädagogischen Hochschule
so gut wie abgeschlossen und die der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
in Angriff genommen. Die Bücher standen unmittelbar nach ihrer Einarbeitung
den Nutzern jeweils wieder zur Verfügung. Abgesehen vom Institut für
Geschichte und dem Institut für Politikwissenschaft wurden die Bände
dabei schon in die Bestände der Universitätsbibliothek eingereiht.
Ein Abschluss der verbliebenen Arbeiten in 1999 ist gesichert. Die inhaltlichen
Schwerpunkte der eingearbeiteten Bestände ergeben sich zum einen durch
die in den Jahren 1992-1996 aus Mitteln des Hochschulentwicklungsprogramms
erworbenen lieferbaren (vor allem deutschsprachigen) Titel, zum anderen
durch die Erwerbungen umfangreicher antiquarischer Bestände zur hessichen
Landesgeschichte und internationaler Literatur zur Geschichte des Films.
Zeitgleich erfolgte durch die Zeitschriftenstelle der Universitätsbibliothek
die Einarbeitung der Periodica aus den Beständen der Bibliothek und
der Institute der Pädagogischen Hochschule Erfurt (vgl. 5.2.).
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5.5 Überarbeitung der schon von der Bibliothek
der Pädagogischen Hochschule Erfurt in den Datenbanken des Gemeinsamen
Bibliotheksverbundes erfassten Monographien
Die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule Erfurt war
wie die Universitätsbibliothek Erfurt aktive Teilnehmerin am Gemeinsamen
Bibliotheksverbund. Mit der Integration in die Universitätsbibliothek
Erfurt waren deshalb die Daten der Pädagogischen Hochschule in den
Datenbestand der UB zu integrieren. Gleichzeitig war sicherzustellen, dass
die Bestände nach wie vor für die Orts- und die Fernleihe zur
Verfügung stehen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Daten in
Zusammenarbeit mit der Verbundzentrale zunächst konfektioniert. Dabei
wurde für jeden noch nicht weiterbearbeiteten Titel eine interimistische
Abteilungskennung eingefügt, die Zugangsnummern und Altnotationen
normiert sowie die Provenienzangabe eingefügt. Erst nachdem die Konfektionierung
abgeschlossen war, konnte die Kennung (ILN) der PH-Bibliothek durch die
Kennung der Universitätsbibliothek ersetzt und mit der Umarbeitung
der Bestände begonnen werden.
Ziel der Umarbeitung ist, die Bestände bis zum Bezug des Neubaus
der Universitätsbibliothek nach den Standards der Universitätsbibliothek
zu bearbeiten. Hierzu gehören insbesondere:
- Löschung der interimistischen Abteilungskennung
- Änderung der Standorte nach den Erfordernissen des Neubaus der Universitätsbibliothek
- Ermittlung von Notationen nach der Regensburger Verbundklassifikation für die Bildung neuer Signaturen
- Ergänzung von Steuerzeichen für die Aktualisierung des Allegro-OPACs der PH-Bibliothek
- Entfernen der alten und Aufbringen der neuen Signaturen und Barcode-Sicherungsetiketten,
- Stempelung
Zum Einsatz kamen ab 1.4.1998 fünf ABM-Kräfte unter Anleitung
einer Diplombibliothekarin der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule
Erfurt. Sie wurden zunächst durch MitarbeiterInnen der Universitätsbibliothek
und der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule Erfurt geschult und
angeleitet. Zur Sicherung der Qualität kommt das Prüfprogramm
in modifizierter Version zum Einsatz.
Der erste zu bearbeitende Teilbestand war die Freihandbibliothek. In
ihr befand sich Literatur aller Fächer, darunter zahlreiche Lehr-
und Schulbücher. Bei der Bearbeitung wurde der Bestand der Lehrbücher
für die Lehrbuchsammlung der Universitätsbibliothek eingearbeitet,
die andere Literatur überwiegend für die Freihandaufstellung.
Bis zum Jahresende 1998 konnten so 17.439 Bände Monographien bearbeitet
werden.
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5.6 Katalogisierung der Monographien aus der Bibliothek
Teufel
Ein weiteres Katalogisierungsprojekt bearbeitet die Monographien
aus der Bibliothek Teufel (s.a. 4.1). Die Bearbeitung erfolgt analog dem
Muster der Einarbeitung der nicht zentral nachgewiesenen Bestände
der PH. Seit Oktober 1998 arbeiten fünf MitarbeiterInnen (ABM-Kräfte)
unter Anleitung eines Diplombibliothekars: Die Titel werden recherchiert
und, sofern es sich nicht um Dubletten handelt, die Signaturen im BVB ermittelt,
die Katalogisate und die Lokaldaten im NMN erstellt und die Barcode-Etiketten
und Signaturschilder aufgebracht. Bis zum 31.12.1998 konnten 4352 Bände
fertig bearbeitet werden.
5.7 Integration des Monographienbestandes der ehemaligen
Kirchlichen Hochschule Naumburg
Mehrstufige Konversion des Monographienbestandes des Systematischen
Katalogs der ehem. Kirchlichen Hochschule Naumburg durch eine Fremdfirma
Die Konversion des Systematischen Standortkatalogs der ehemaligen Kirchlichen
Hochschule Naumburg, der ca. 142.000 Bände umfasst, wird von einer
Fremdfirma in einem mehrstufigen online-Verfahren durchgeführt.
Die Arbeitsgrundlage bildet die "Anleitung zur Konversion des Katalogs
der Bibliothek der ehemaligen Kirchlichen Hochschule Naumburg", die von
MitarbeiterInnen der UB Erfurt erarbeitet wurde (deutsch, 135 Seiten).
Sie beinhaltet eine Beschreibung des Naumburger Katalogs, erläutert
die Pflichtkategorien aus dem Göttinger Bibliotheksverbund (GBV),
insbesondere für die Lokaldaten, sowie die Anleitung für die
Signaturrecherche im Bayerischen Bibliotheksverbund (BVB) durch Nutzung
von DBV-OSI (Open Systems Interconnection) verbunden mit einer Konkordanz
zwischen den Naumburger Alt-Signaturen und der Regensburger Verbundklassifikation
(RVK).
Die einzelnen Arbeitsschritte des mehrstufigen Konversionsverfahrens
wurden soweit wie möglich und sinnvoll durch Makros gegliedert und
vorgegeben. Der Inhalt der Makros und ihre Anwendung bilden ebenfalls einen
Teil der Konversionsanleitung. Mit der Fremdfirma wurde zusätzlich
eine englischsprachige Spezifikation erarbeitet, in der vorrangig Ablauf
und Inhalt der Bearbeitungsschritte erläutert werden (37 Seiten).
Da der Systematische Standortkatalog die Grundlage der Konversion bildet,
wurde 1996 mit der Revision des Naumburger Bestandes eine autoptische Überarbeitung
der Katalogisate und eine Aufarbeitung der vorhandenen Fehlerlisten und
Fehlkarteien verbunden, die im ersten Quartal 1997 abgeschlossen wurden
(s. Jahresbericht 1996). Um bei der Versendung der Katalogkarten zur Fremdfirma
einen Kartenverlust abzusichern, wurde vom Systematischen Standortkatalog
eine Mikroficheausgabe erstellt.
Bei der Konversion wurde auf Bitten der Fremdfirma zunächst
von der online Erfassung von Neuaufnahmen abgesehen. Die dann später
erfolgte offline Einspielung der durch die Fremdfirma angelegten Neuaufnahmen
in die Datenbank des GBV führte jedoch zu keinem sachlich und wirtschaftlich
befriedigenden Ergebnis, so dass nach einer Einspielung von ca. 3.000 Aufnahmen
auch Neuaufnahmen im GBV von der Fremdfirma online angelegt werden.
Bei dem angewendeten mehrstufigen Online-Konversionsverfahren wird der
relevante Titeldatensatz in der Datenbank des GBV ermittelt sowie ggf.
bearbeitet und dann wird nach einer schon von der UB Erfurt für diesen
Titel vergebenen Signatur recherchiert. Kann keine Signatur ermittelt werden,
wird ein rudimentärer Exemplardatensatz angelegt, aus dem heraus direkt
der Wechsel in die Datenbank des BVB unter Nutzung von DBV-OSI erfolgt.
Dabei können im BVB die im GBV verwendeten Suchformulierungen wieder
aufgerufen werden. Die Notations- bzw. Signaturauswahl aus dem BVB erfolgt
in Übereinstimmung mit der Konkordanz zwischen den Naumburger Alt-Signaturen
und der RVK. Existieren im BVB für einen Titel mehrere Signaturen
der zutreffenden RVK-Hauptgruppe, dient der Fremdfirma als zweites Selektionsmerkmal
eine festgelegte Abfolge bayerischer Bibliotheken.
Die Signatur wird, falls erforderlich, entsprechend den Regensburger
Regeln sowie lokaler Regeln der UB Erfurt von der Fremdfirma gebildet.
Bei der Signaturermittlung vorrangig zwei Probleme auf. Zum einen bereitet
die Recherche nach einer Erfurter UB-Signatur im GBV in solchen Fällen
Schwierigkeiten, bei denen die zu bearbeitenden Titel nur in treten anderen
Ausgaben im GBV mit einer Erfurter UB-Signatur existieren, zum anderen
sind im BVB auch Signaturen zu finden, die nicht nach den Regeln der Regensburger
Verbundklassifikation gebildet sind, diesen zwar gleichen, aber als irregulär
von der Fremdfirma nicht identifiziert werden.
Kann keine Signatur in der Datenbank des BVB ermittelt werden, wird
auf eine systematische Freihandaufstellung verzichtet. Zumeist handelt
es sich hierbei um Literatur von geringer Relevanz, doch läßt
sich das Vorgehen auch wegen fehlender Arbeitskapazitäten nicht umgehen.
Nach der Ermittlung der Signatur im BVB erfolgt ein erneuter Wechsel
in den GBV zur Komplettierung des Lokaldatensatzes für das vorliegende
Exemplar. In den Negativfällen wird von der Firma nur der Standort
Magazin vergeben, dafür erfolgt die Vergabe eines fortlaufenden Nummernkontingents
durch den GBV maschinell. Bei der Gestaltung der Lokaldaten wurde insbesondere
auf zwei Schwerpunkte Wert gelegt: auf die Erfassung der Naumburger Alt-Daten
in normierter Form sowie auf eine einheitliche und abgestimmte Syntax der
Lokaldaten zwischen allen Teilbeständen der UB Erfurt. Von den Naumburger
Altdaten werden die Alt-Notation, die Alt-Signatur und die Provenienz in
die Lokal- bzw. Exemplardaten übernommen. Barcodes werden von der
Konversionsfirma aus einem von der UB Erfurt übermittelten Kontingent
in den GBV mit eingegeben.
Die angelegten Titelaufnahmen werden täglich mit einem von der
UB Erfurt erstellten Prüfprogramm (vgl. 5.4) durch die Fremdfirma
geprüft. Es kontrolliert die Belegung der Pflichtkategorien und die
Syntax ausgewählter Kategorien im bibliographischen Teil der Aufnahmen
sowie die Syntax und Struktur der Lokaldaten. Anhand der Fehlerprotokolle
werden die Aufnahmen von den Mitarbeitern der Fremdfirma korrigiert.
Das Konversionsprojekt wird von BibliothekarInnen des höheren,
gehobenen und mittleren Dienstes betreut, die auftretende Probleme bei
der Konversion mit der Fremdfirma klären, die Modifizierung des Prüfprogramms
steuern und die Produktionsabnahmen betreuen.
Die Konversion erfolgt in mehreren Produktionsabschnitten, die nach
inhaltlichen und Katalogisierungsschwerpunkten ausgewählt wurden.
Nach Abschluss jedes Produktionsabschnittes erfolgt eine vertraglich festgelegte
Qualitätsabnahme der erstellten Aufnahmen. Dabei werden 5 % der Katalogisate
von mehreren MitarbeiterInnen der UB überprüft. Als Fehler gelten
auch die Unstimmigkeiten, die durch ein Abweichen vom standardisierten
Rechercheweg entstehen.
Die ermittelten Fehler werden in 5 Fehlergruppen zusammengefaßt,
wobei vertraglich festgelegte Fehlergrenzen nicht überschritten werden
dürfen. Differenziert werden: Recherchefehler im GBV, Recherchefehler
im BVB, Fehler bei der Bearbeitung der bibliographischen Beschreibung,
Fehler bei der Bearbeitung der Lokaldaten, systematische Fehler bei bibliographischen
Daten und Flüchtigkeitsfehler. Insgesamt kann festgestellt werden,
daß sowohl das Prüfprogramm als auch die vertraglich festgelegten
Abnahmen sich sehr positiv auf die Qualität der erstellten Katalogisate
ausgewirkt haben.
Etikettierung des Bestandes der ehem. Kirchlichen Hochschule Naumburg
Am 1. März 1998 wurde mit den Etikettierungsarbeiten der durch
die Konversionsfirma katalogisierten Bände begonnen. Die Etikettierung
wird von 8 ABM -Kräften durchgeführt, die von drei DiplombibliothekarInnen
im Wechsel betreut werden. Das Lösen der Altetiketten erwies sich
als Problem, da aufgrund des verwendeten Klebemittels die Etiketten nur
schwer abzulösen sind. Die Signaturetiketten werden mit einer Lösung
aus Wasser, Alkohol und Kleister getränkt und anschließend vom
Buchrücken gekratzt.
Die für die Neuetikettierung in Zusammenarbeit mit einer Etikettenfirma
entwickelten Kombinationsetikettenbögen werden in der Abfolge der
ursprünglichen Naumburger Aufstellung in der UB Erfurt bedruckt. Jedes
Kombinationsetikett besteht aus einem Protokollfeld (Titel, Autor, Kurztitel,
Naumburger Alt-Signatur, Erscheinungsjahr, Standort, Ausleihindikator),
einem Barcodeetikett und einem Signaturschild. Für die auf den Kombinationsbögen
vorhandenen Barcodes werden von der Etikettenfirma Fensteretiketten (Klarsichtfolie)
mit Sicherungsstreifen geliefert, mit denen die Barcodeetiketten auf der
Aussenseite des hinteren Buchdeckels überklebt werden.
Bei den Etikettierungsarbeiten zeigte sich, dass aufgrund der fehlenden
Autopsie bei der Katalogisierung noch eine Vielzahl von Problemfällen
und Korrekturen zu bearbeiten sind. Das betrifft vor allem notwendige Reparaturen,
Standort- und Signaturfragen sowie Barcodenachführungen im OUS bei
Konvoluten und angefallenen Korrekturen. So übernimmt die Etikettierung
gleichzeitig die Funktion der Schlussstelle.
Nach Möglichkeit werden vor der Etikettierung von den betreuenden
DiplombibliothekarInnen Aufnahmen bearbeitet, die von der Fremdfirma mit
einem Abrufzeichen versehen wurden. In der Konversionsanleitung wurden
15 Abrufzeichen definiert, die unterschiedliche Problemfälle benennen
und in ein recherchierbares Kategorienfeld des Exemplardatensatzes eingetragen
werden. So bedeutet z.B. xj, dass das Erscheinungsjahr nicht eindeutig
ermittelt werden konnte.
Zunächst wurden in den Räumlichkeiten der UB 30.000 Bände
aus dem früheren Naumburger Standort in der Ägidiengasse fertig
ausgestattet und für die Benutzung bereitgestellt. Mit den Etikettierungsarbeiten
in der Naumburger Othmarskirche wurde am 1.11.1998 begonnen.
Täglich fahren die ProjektmitarbeiterInnen und eine DiplombibliothekarIn
( drei BibliothekarInnen im Wechsel) nach Naumburg. Ungeachtet der schwierigen
räumlichen Situation, der geringen Kapazität an Stell- und Sortierfläche
(Regalbelegung 115 %) und der verkürzten Arbeitszeit (täglich
zwei Stunden Wegezeit nach Naumburg und zurück) konnten bis Ende 1998
4.000 Bände in Naumburg etikettiert werden.
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5.8 Sacherschließung
Die Hauptaufgabe der Koordinatorin für Sacherschließung
bestand darin, die mit umfangreichen Verwaltungsaufgaben ausgelasteten
FachreferentInnen durch Delegation der für die Freihandaufstellung
notwendigen klassifikatorischen Sacherschließung nach der Regensburger
Verbundklassifikation von Systematisierungspflichten weitgehend zu entlasten:
Die automatische Übernahme von RVK-Signaturen aus dem Bibliotheksverbund
Bayern via DBV-OSI konnte sowohl im hauseigenen Geschäftsgang Buchbearbeitung
als auch in den Projekten, die der Einarbeitung großer Fremdbestände
dienen, erfolgreich implementiert werden. Als Anhaltspunkt für die
Auswahl der richtigen Systemstelle aus dem teilweise disparaten Angebot
des BVB dient im Geschäftsgang der Universitätsbibliothek der
bei den Buchbestellungen vergebene ein Fach bezeichnende Budgetcode; in
den Einarbeitungsprojekten wird überwiegend mit Konkordanzen gearbeitet.
Die Nachbearbeitung von Fällen, in welchen keine oder keine befriedigende
Signatur im BVB gefunden werden konnte, erfolgte zu einen erheblichen Teil
durch Wissenschaftliche Hilfskräfte. Signaturen für Zeitschriften
werden von einer Kraft des gD in Anlehnung an den Standortkatalog der UB
Augsburg vergeben.
Die Koordinatorin für Sacherschließung hat 1997 und 1998
an den Konferenzen der Anwender der Regensburger Verbundklassifikation
in Regensburg teilgenommen. 1997 hat sie in Regensburg die automatische
Übernahme von RVK-Systemstellen aus dem BVB über DBV-OSI in einem
Referat vorgestellt.
Die Fachreferenten haben 1997 und 1998 keine Schlagwörter vergeben.
Um den Anschluß an Entwicklungen innerhalb des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes
nicht zu verlieren, hat die Koordinatorin für Sacherschließung
an zwei einschlägigen Tagungen des GBV teilgenommen.
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5.9 Bestandserhaltung: Einbandstelle - Buchbinderei
- Restaurierung - Mikroverfilmung
Die Einbandstelle hatte zum Jahresende 1996 erstmals für
Bindeleistungen nach einheitlichen Partien (jeweils mehr als 100 Bde.)
Leistungsanforderungen erstellt und sowohl regional wie auch überregional
Angebote eingeholt. Für das erste Jahr stieß dieses Vorgehen
bei einem Teil der Lieferanten auf Befremden, welche gerne weiterhin individuelle
Preise für jeden Band nach Erledigung der Arbeit gebildet hätten.
Dieses Verfahren erwies sich in der Rechnungsbearbeitung für die Universitätsbibliothek
als zu aufwendig. Bei einem Gespräch mit der Buchbinderinnung Westthüringen
konnte hierfür Verständnis gewonnen werden. Trotz des relativ
hohen Auftragsvolumens und intensiver Gespräche fand sich bisher keine
der regionalen Buchbindereien bereit, ihre Kapazitäten zu erhöhen,
so dass ein bedeutender Teil der Aufträge überregional vergeben
wurde.
Aufschlußreich für die Wirksamkeit des neuen Verfahrens ist
der Vergleich zwischen den Ausschreibungen der Jahreswende 1996/97 (18
Anbieter) und 1997/98 (24 Anbieter) einerseits und der aufgrund dieser
Angebote erzielten Durchschnittspreise andererseits (Angabe in Klammern).
Angeboten bzw. gefertigt wurden jeweils Ganzgewebebände (Buckram)
mit Rückenprägung bzw. Broschuren:
| |
1997
|
1998
|
1999
|
| Monographie,
fadengeheftet |
27,45 DM
(25,95 DM)
|
28,03 DM
(26,79 DM)
|
30,89 DM
|
| Monographie,
klebegebunden |
25,54 DM
(23,95 DM)
|
25,02 DM
(23,54 DM)
|
25,54 DM
|
| Zeitschrift,
fadengeheftet |
30,36 DM
(28,41 DM)
|
31,28 DM
(24,30 DM)
|
33,01 DM
|
| Zeitschrift,
klebegebunden |
28,31 DM
(24,72 DM)
|
26,40 DM
(23,29 DM)
|
28,06 DM
|
| Broschuren |
7,32 DM
(5,91 DM)
|
12,93 DM
(7,12 DM)
|
12,65 DM
|
Die Jahre 1997 und 1998 waren für die Einbandstelle vor
allem dadurch geprägt, dass umfangreiche Bestände aus der Bibliothek
der ehemaligen Kirchlichen Hochschule Naumburg sowie der Pädagogischen
Hochschule Erfurt zusätzlich zu bearbeiten waren. Für beide Bestände
ging es darum, jeweils noch vor ihrer Bearbeitung in den Projekten die
wesentlichen Bindearbeiten zu erledigen. Ohne die Unterstützung der
Naumburger BibliothekarInnen hätte dieses Volumen nicht bewältigt
werden können. Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit der Zeitschriftenstelle
ein Geschäftsgang für das Aufbinden kompletter Zeitschriftenjahrgänge
entwickelt. Bis zum Bezug des Neubaus übernimmt dabei aus räumlichen
Gründen die Zeitschriftenstelle die Zusammenstellung der Bindelisten.
Alle Aufträge, gleich wo Bindegut und Bindelisten zusammengestellt
wurden, hatte anschließend die Einbandstelle abgewickelt.
| |
1997
|
1998
|
| Neue Monographien der Universitätsbibliothek |
6.594 Bde.
143.342 DM
|
5.302 Bde.
115.602 DM
|
| Zeitschriften der Universitätsbibliothek |
986 Bde.
31.241 DM
|
1.481 Bde.
40.692 DM
|
| Bestände der ehem.Kirchl. Hochschule Naumburg |
2220 Bde.
59.863 DM
|
8.441 Bde.
212.965 DM
|
| Bestände der Pädagogischen Hochschule
Erfurt |
1666 Bde.
49.899 DM
|
2.970 Bde.
73.995 DM
|
| Gesamt |
11.466 Bde.
284.345 DM
|
18.194 Bde.
443.254 DM
|
Aufgrund des hohen Reparaturanfalls aus den Beständen
der ehem. Kirchlichen Hochschule Naumburg hat sich die Einbandstelle entschlossen,
auch bestimmte Standardreparaturen im Partien-verfahren ausführen
zu lassen (Rückenreparatur mit Buckram, Rückenreparatur mit Leder,
neuer Halblederband bei intaktem / defektem Buchblock, Einband intakt -
Buchblock neu aufbinden, nur Buchblock ausbessern [max. 5 Lagen lose]).
So wurden im Jahr 1997 892 und im Jahr 1998 1911 Reparaturen im Haus ausgeführt
und daneben im Jahr 1998 101 Bände erstmals zur Reparatur außer
Haus gegeben. Da es sich insbesondere bei den Naumburger Beständen
um eine über Jahrzehnte intensiv genutzte Bibliothek handelt, stehen
hier für das Jahr 1999 noch umfangreiche Reparaturen (ca. 2.000 Bde.)
sowie die Komplettierung und das Aufbinden älterer Zeitschriftenjahrgänge
aus.
Bei einer Betrachtung des Anteils der einzelnen Bindearten überrascht
vielleicht der hohe Anteil an Fadenheftungen. Zum einen ist es aus Gründen
der Nachhaltigkeit erklärtes Ziel, wenn möglich Fadenheftungen
fertigen zu lassen, damit die Bücher auch höherer bzw. auch längerer
Belastung standhalten, zum anderen mußte sich die Bibliothek aus
Kapazitätsgründen für die Bestände der ehem. Kirchlichen
Hochschule Naumburg sowie der Pädagogischen Hochschule Erfurt vorerst
auf die Fadenheftungen konzentrieren. Klebebindungen lassen sich ohne erheblichen
Mehraufwand im Bedarfsfall auch später noch gut fertigen.
| |
1997
|
1998
|
| Fadenheftungen |
71,7 %
|
51,6 %
|
| Klebebindungen |
14,9 %
|
38,3 %
|
| folierte Steifbroschur |
13,4 %
|
9,2 %
|
| Sonstiges |
0,0 %
|
0,9 %
|
Seitdem 1996 eine Buchbinderin eingestellt wurde, waren die
Jahre 1997 und 1998 neben den oben erwähnten Reparaturen von Fragen
der Werkstattausrüstung und der Neubauplanung bestimmt. 1997 wurde
eine Schneidemaschine, 1998 ein hydraulische Zwillingspresse, eine mobile
Staubabsaugung und eine Mehrzweckpresse beschafft, so dass mit den Anschaffungen
von 1996 schon heute eine leistungsfähige Werkstatt zur Verfügung
steht. Darüberhinaus wurden Planungen zur Ausstattung der Buchbinderei
und für eine Restaurierungswerkstatt im Neubau der Universitätsbibliothek
erarbeitet und die entsprechenden Leistungsverzeichnisse erstellt. Hierbei
wurde die Universitätsbibliothek von zahlreichen anderen Einrichtungen
(ULB Jena, UB Tübingen, StRB Erfurt, FH Köln) unterstützt.
Da bislang keine Restaurierungswerkstatt im Hause besteht, wurden 1998
erstmals Restaurierungsaufträge (in der Hauptsache Alte Drucke aus
dem Bestand der ehem. Kirchlichen Hochschule Naumburg) an selbständige
Restaurierungswerkstätten gegeben (31 Bände für 37.989 DM).
Hierbei war festzustellen, dass manche Restauratoren trotz detaillierter
Anforderungen in sehr unterschiedlichem Umfang ihre Arbeitsschritte mit
der Bibliothek abstimmen und weiterhin der Vorstellung anhängen, ein
restauriertes Buch müsse wie neu aussehen und alle Benutzungsspuren
wären zu tilgen.
Erstmals standen 1998 Mittel für die Mikroverfilmung zur Verfügung
(10.000 DM). Als größeres Projekt wurde hier mit der Mikroverfichung
der maschinenschriftlichen Dissertationen der Pädagogischen Hochschule
Erfurt aus der Zeit der DDR begonnen, welche nur auf inzwischen sehr fragilem
Durchschlagspapier vorliegen.
Eine allen MitarbeiterInnen der Bibliothek immer stärker bewußt
werdende Problematik betrifft die Bestandshygiene. Zum Teil wurden Bestände
übernommen, in denen sich aufgrund ungünstiger Lagerbedingungen
in einzelnen Bänden Schimmel gebildet hatte, vereinzelt werden auch
durch Antiquare (vor allem in geschlossenen Sammlungen) schimmelbefallene
Bücher angeboten. 1997 wurden deshalb 200 Bände, 1998 248 Bände
zum Dekontaminieren gegeben. Die anschließende Reinigung der Bände
(Ausbürsten unter einer mobilen Staubabsaugung) erweist sich als sehr
arbeitsintensiv. Auch deshalb ist verstärkt darauf zu achten, daß
nur einwandfreie Bände akzessioniert werden. Dieser Grundsatz ist
in Zukunft auch bei Bänden mit fortgeschrittenem Papierzerfall zu
berücksichtigen.
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6. Benutzung
6.1 Ausgangspunkt für die Aufnahme des Benutzungsbetriebes
Die Arbeitsschwerpunkte lagen 1997 vor allem in der Schaffung
der rechtlichen, organisatorischen, baulichen, technischen und personellen
Voraussetzungen für die Aufnahme des Benutzungsbetriebes. 1998 war
das jahr der Realisierung der benutzungsfunktionen "Ausleihe/ Clearingstelle",
"Fernleihe" und "Schulung" auf dem Campus der PH.
Einer der Eckpfeiler der Benutzungsabteilung war die Erarbeitung
der Benutzungsordnung. Sie ist an den Funktionsmerkmalen "einschichtiges
Bibliothekssystem", "PICA-Ausleihe" und Serviceorientierung ausgerichtet.
Im November 1997 wurde sie vom Gründungssenat der Universität
bestätigt und am 12.03.1998 vom Thüringer Ministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kultur durch Erlass genehmigt. Datenschutzrechtliche
Bedenken, die vom Personalrat der PH gegen die automatisierte Ausleihe
mit PICA vorgebracht wurden, konnten ausgeräumt werden. Die Anmeldung
der PICA-Module beim Datenschutzbeauftragten des Landes verlief problemlos.
Da das Chipkartenprojekt der Thüringer Universitäten
Ende ´97 noch nicht hinreichend entwickelt war, musste der Benutzerausweis
von der Bibliothek selber entworfen und beschafft werden. Dabei konnten
die Beschaffungskosten zum einen dadurch reduziert werden, dass die Auftragsvergabe
zusammen mit der Universitätsbibliothek Ilmenau erfolgte. Zum anderen
konnte ein Sponsor gewonnen werden, der die gesamten Kosten für den
Benutzerausweis übernahm. Als Gegenleistung wurde ihm die Nutzung
der halben Rückseite des Ausweises als Werbefläche eingeräumt.
In Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Pädagogischen
Hochschule Erfurt wurden auf dem Campus der PH mehrere Räume für
die Funktionen "Ausleihe/ Clearingstelle", "Fernleihe", "Schulung" und
"Information" für die Universitätsbibliothek hergerichtet und
mit Mobiliar und Technik ausgestattet, so dass der Umzug der gesamten Benutzungsabteilung
im Frühjahr 1998 erfolgen konnte. Außer den Arbeitsplätzen
für MitarbeiterInnen wurden 10 Benutzerarbeitsplätze zusätzlich
zu den bereits vorhandenen Nutzer-PC aufgebaut. Trotz dieser Verbesserung
der PC-Ausstattung für Benutzer läßt die Zahl der Benutzerarbeitsplätze
noch zu wünschen übrig.
Zeitgleich mit der Aufnahme des Studienbetriebs am Max-Weber-Kolleg
nahm am 1.4.1998 die Ausleihe ihren Betrieb auf. Zuvor mussten noch ca.
140.000 Monographien- und Zeitschriftenbände auf 6 Außenmagazine
verteilt und neu aufgestellt werden. Diese Umzugsaktion dauerte mehrere
Monate. Sie konnte aber aufgrund des konzentrierten Personaleinsatzes im
Magazinbereich und mit Hilfe einer Umzugsfirma termingerecht Ende März
1998 abgeschlossen werden. Als problematisch erwies sich dann allerdings
die Ausstattung von drei Magazinen in der Blumenstraße mit einem
zentralen Netzdrucker. Da dieser Drucker erst in der zweiten Jahreshälfte
98 funktionsfähig war, musste die Übermittlung von Ausleihaufträgen
in die Magazine noch für einige Zeit durch einen Fahrradkurier und
über Fax sichergestellt werden.
Für den täglichen Büchertransport zwischen den Magazinen
und der Ausleihe wurde ab April 1998 ein Kurierdienst eingerichtet. Er
ist die Basis für die akzeptablen Bereitstellungszeiten (am Tag nach
der Bestellung). Allerdings kann dieser Service derzeit nur mit Hilfe einer
Fremdfirma aufrechterhalten werden.
Von Beginn an konnte den Bibliothekskunden der nutzerfreundliche
Web-OPAC von PICA zur Verfügung gestellt werden. Dieser interaktive
Katalog integriert nicht nur so verschiedene Funktionen wie Recherche,
Bestellung, Vormerkung, Verlängerung, Kontenüberprüfung
oder Mailing in einem System, sondern bietet diese Funktionen auch zeit-
und ortsunabhängig von jedem Internet-PC aus an. Die Hilfetexte des
OPAC wurden auf die Erfurter Situation umgeschrieben. Eine differenzierte
Indexierung konnte aufgrund der starken Arbeitsbelastung der Mitarbeiter
bislang allerdings noch nicht in hinreichendem Umfang vorgenommen werden.
In der Vorbereitungsphase war es immer wieder die Einarbeitung
in die elektronischen Systeme, die von den MitarbeiterInnen besondere Anstrengungen
verlangte. Da das erforderliche Spezialwissen für den Aufbau und die
Inbetriebnahme der elektronischen Ausleihfunktionen nicht vorhanden war,
konnte dieses Wissen nur im Selbststudium, durch gezielte Informationsbesuche,
per Telefon und Mail sowie vor allen Dingen durch praktisches "trial and
error" während der Erprobung der Systeme erworben werden. Im Rückblick
zeigt sich heute, dass sich gerade diese Investitionen in den Umgang mit
dem PICA-System besonders gelohnt haben: für die Bibliothek, für
unsere Kunden wie auch für andere Thüringer Bibliotheken, die
schon vielfach von den Erfurter Erfahrungen profitieren konnten.
Erwähnung verdienen an dieser Stelle auch noch einige
für den Bibliotheksaufbau sehr wichtige und zeitaufwendige Arbeiten,
die in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und ReferentInnen geleistet
wurden. So wurde ein Magazinkonzept mit Numerus-Currens-Aufstellung entwickelt,
nach dem alle Medienarten und -größen einheitlich bearbeitet
und aufgestellt werden können. Planungsunterlagen für den Neubau
wurden insbesondere für die Bereiche Ausleihe, Lehrbuchsammlung, Informationstheken,
Pforte und Buchförderanlage erstellt.
Zur Beschleunigung bei der Literaturbeschaffung und -bereitstellung
wurde ein Eilt-Geschäftsgang entwickelt, über den 1997 bereits
842 Bände und 1998 dann 1.943 Bände sehr schnell beschafft und
ausgeliehen werden konnten. Die Geschäftsgangsunterlagen von Monographien-
und Medienbearbeitung wurden im Hinblick auf die vielfältigen Anforderungen
der Benutzung überarbeitet. 1997 wurden die MitarbeiterInnen der Benutzungsabteilung
auch noch zeitweise zur Katalogisierung eingesetzt.
Sehr zeitintensiv gestaltete sich die Entwicklung und laufende
Umsetzung eines Konzeptes für Informationsmaterialien, das graphische,
technische, redaktionelle und organisatorische Standards für die Erstellung
verschiedener Informationsmaterialien definiert. Nach den Vorgaben dieses
Konzeptes wurden alle Formulare, schriftlichen Hilfen, Plakate und Informationsblätter
zu den verschiedenen Servicebereichen und Dienstleistungen der Bibliothek
gefertigt. Analog hierzu werden auch die Web-Texte der Benutzungsabteilung
erarbeitet.
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6.2 Ausleihe
Bis zur Aufnahme des Ausleihbetriebes konzentrierte sich die
Arbeit zum einen auf die Entwicklung eines Ausleihindikatorenkonzeptes.
Dies war nicht einfach, da die Eckwerte der Ausleihpolitik noch nicht
definiert waren und auch nur schwer definiert werden konnten, da die Bibliothek
bis zum Einzug in den Neubau im Jahr 2000 Ausleihbibliothek ist, nach Bezug
des Neubaus aber vorwiegend Präsenzbibliothek werden soll. Für
ein derartiges Vorhaben fehlten jegliche Erfahrungen anderer Bibliotheken,
auf die man sich hätte stützen können.
Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt lag bei der schrittweisen Parametrisierung
und praktischen Erprobung des Ausleihsystems. Da die MitarbeiterInnen über
keine Vorerfahrungen mit diesem System verfügten und die vorhandene
Dokumentation zum System zu wünschen übrig ließ, erwiesen
sich die Einstellungsarbeiten als ein sehr intensiver Prozeß des
"learning by doing": Nutzertypen mussten definiert, Ausleihtypen festgelegt,
Ausleihindikatoren eingebracht, Standorte über Signaturkonkordanzen
aktiviert, Theken generiert, Mahntexte und Erinnerungsschreiben ausgearbeitet,
Anzeigetexte im OPAC formuliert, Makros programmiert, Druckroutinen aktiviert,
Fristen eingetragen werden usw. Es waren aber dann gerade diese Einstellungsarbeiten
am Ausleihsystem und die daran gekoppelten Testläufe, die das erwünschte
PICA-Know-How unter den MitarbeiterInnen vor Ort mit sich brachte.
In der zweiten Jahreshälfte `98 ist die Überführung
der konventionellen Magazinausleihe der PH-Bibliothek in die elektronische
Ausleihe der UB gelungen. Hierzu wurde der Clearingstelle die Aufgabe übertragen,
auf der Basis eines separaten Geschäftsganges jene Medien ausleihbegleitend
zu bearbeiten, die noch nicht elektronisch erfasst sind. Dadurch konnte
das Führen konventioneller Ausleihkarteien für den Magazinbestand
der PHB seit Mitte August entfallen.
Von Beginn an arbeiteten Ausleihe und Clearingstelle nahezu
reibungslos. Als große Einschränkung zeigen sich allerdings
die kurzen Öffnungszeiten der Ausleihe. Zwar konnten aufgrund des
Einsatzes von studentischen Hilfskräften die Öffnungszeiten ab
Oktober `98 von täglich 5 auf 6 Stunden erhöht werden.
Die Situation ist diesbezüglich aber weiterhin sehr unbefriedigend.
Ausleihe und Clearingstelle in der Statistik
Die Zahl der aktiven Benutzer hat seit Aufnahme des Ausleihbetriebs
stark zugenommen. Die Zahl der Nutzer stieg von ca. 200 Ende ´97
monatlich um bis zu 600 Nutzer an. Zum Jahresende 1998 waren 2.687 Bibliotheksbenutzer
eingetragen. Neben Angehörigen der Universität und der Pädagogischen
Hochschule kommen ca. 28 % der Benutzer aus der Stadt Erfurt bzw. dem nahen
Umland.
Die Zahl der Ausleihen beträgt für die Monate April
bis Dezember 1998 insgesamt 40.998 (1997: 1.848 Ausleihen; 01.-03.1998:
269 Ausleihen). In 10 % der Fälle (4.140) handelt es sich dabei um
Ausleihen in Handapparate von Hochschullehrern. 9 % sind Kurzausleihen
von Zeitschriftenbänden (3.779), die nur zum Kopieren herausgegeben
werden.
Die Möglichkeit der Verlängerung von Medien wurde
zwischen April und Dezember 1998 insgesamt 14.431 mal genutzt. Erfreulich
ist die relativ geringe Zahl von Vormerkungen: Auf bereits ausgeliehene
Medien war in weniger als 2 % der Ausleihwünsche eine Vormerkung (726)
erforderlich. Aufgrund nicht fristgerechter Rückgabe mussten insgesamt
3.265 Medien gemahnt werden.
In der Clearingstelle erfolgte 1998 die Nachbearbeitung von 2.259 nicht
ausleihfähigen Medien. Die Einarbeitung von Büchern, die über
die konventionelle Ausleihe der PHB zurück kamen, wurde in 2.327 Fällen
geleistet. Ausleihbegleitend wurden innerhalb von 4 Monaten 1.364 Medien
durch Kurzkatalogisate ausleihfähig gemacht. Über 4.000 Standortänderungen
waren im Rahmen der Ausleihe erforderlich. Darüber hinaus übernahm
die Clearingstelle die zeitaufwendige Recherche nach Medien, die allein
mittels der OPAC-Bestellausdrucke vom Magazindienst nicht gefunden werden
konnten.
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6.3 Fernleihe
Konnten bis Juni 1998 die Fernleihfunktionen der UB nur indirekt,
d.h. vermittelt über die PH-Bibliothek, angeboten werden, so hat sich
diese Situation ab Mitte ´98 grundsätzlich geändert: Seit
Juli ´98 nimmt die UB selbst am aktiven und passiven Leihverkehr
teil. Die Fernleihe der PHB wurde insgesamt in die Fernleihe der UB überführt.
Hierzu mussten zahlreiche Vorarbeiten geleistet werden. Arbeitsschwerpunkte
waren die Einstellungen am Ausleih- und Fernleihsystem, die Beschaffung
und Implementierung der technischen Ausstattung, die Erprobung der Arbeitsabläufe
in zahlreichen Praxistests, die Abstimmung der Arbeitsprozesse innerhalb
der Bibliothek und mit externen Kooperationspartnern wie z.B. dem Zentralkatalog
in Jena und natürlich - immer wieder - Mitarbeiterqualifizierung.
Auf der Grundlage des elektronischen Ausleihsystems und eines
Geschäftsgangmodells der SUB Göttingen ist es der Fernleihe gelungen,
auch die Verwaltung der nehmenden Fernleihe auf eine elektronische Basis
zu stellen, so dass heute weder in der gebenden noch in der nehmenden Fernleihe
konventionelle Karteien geführt werden müssen. Die Vorteile der
Fernleihverwaltung über das PICA-Ausleihsystem liegen dabei nicht
nur in effizientem Personaleinsatz und rationeller Verwaltung. Von der
Einheitlichkeit und Transparenz der Verwaltungsvorgänge profitieren
auch die Bibliothekskunden.
Darüber hinaus ist es gelungen, von Beginn an die Online-Fernleihe
für Endnutzer anzubieten - ein großer Schritt auf dem Weg zu
einer schnellen und kundenfreundlichen Fernleihe.
Seit Januar ´98 wird auch die Dokumentbestellung über kostenpflichtige
Expresslieferdienste als Serviceleistung angeboten.
Fernleihstatistik
Mit Eröffnung des Fernleihbetriebs stieg die Anzahl der eingehenden
Bestellungen in der gebenden Fernleihe rapide an. Waren es zwischen Januar
1997 und Juni 1998 insgesamt 466 Bestellungen aus anderen Bibliotheken,
so gingen in der zweiten Jahreshälfte ´98 bereits 3.901 Bestellungen
ein. Von diesen Bestellungen konnten 80 % positiv erledigt werden. Der
Anteil der versandten Kopien lag aufgrund der momentanen Struktur des Bestandes
noch relativ niedrig bei 22 %.
Auch in der nehmenden Fernleihe ist ein Anstieg der aufgegebenen
Bestellungen zu verzeichnen. Waren es im Zeitraum von Januar 1997 bis Mitte
1998 lediglich 196 Bestellungen, wurden in der zweiten Jahreshälfte
´98 allein 327 konventionelle Bestellungen aufgegeben. Hinzu kommen
für diesen Zeitraum weitere 544 elektronische Endnutzerbestellungen.
Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass der Anteil konventioneller
Bestellungen - mit fallender Tendenz - bei nur 37 % liegt. Dies bestätigt
die hohe Akzeptanz der Online-Fernleihe unter den Nutzern. Zum Jahresende
waren insgesamt 217 Nutzer für den Online-Dienst eingetragen.
Im Expressdienst wurden 55 Bestellungen aufgegeben. Die Resonanz
auf diese Dienstleistung ist bislang noch zurückhaltend.
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6.4 Benutzerschulung
Ausgangspunkt für den Aufbau des Bereichs Benutzerschulung
war die Entwicklung eines Konzeptes für Benutzerschulung. Auf seiner
Basis wurden didaktisch fundierte Schulungskurse erarbeitet, die unsere
Kunden in die Lage versetzen, die Bibliothek, ihre Dienstleistungen und
insbesondere das Angebot elektronischer Datenbanken souverän zu nutzen.
Im Rahmen dieses Konzeptes konnten 1998 bereits ein Anfänger- und
ein Fortgeschrittenenkurs für die Nutzung des OPAC sowie ein Kurs
für die Nutzung der Bestelldatenbanken für Online-Fernleihe und
Expresslieferdienste entwickelt und angeboten werden. Eine Besonderheit
dieser Kurse ist ihr Modellcharakter, d.h., dass sie beispielhaft entwickelt,
im Ablauf schriftlich fixiert und um Anschauungsmaterialien ergänzt
wurden, so dass sie von verschiedenen Mitarbeitern schnell übernommen
und praktisch umgesetzt werden können, und dies auf hohem didaktischem
Niveau.
Neben den Schulungskursen wurden im Rahmen der Semestereinführungswochen
große Einführungsveranstaltungen in einem Hörsaal der PH
durchgeführt, bei denen die Grundstrukturen der Bibliothek allen Erstsemestern
vorgestellt wurden. Diese Veranstaltungen werden auch künftig in Zusammenarbeit
mit der Allgemeinen Studienberatung angeboten. Sie dauern 45 Minuten und
werden durch Führungen durch die vier Benutzungsbereiche "Ausleihe",
"Lehrbuchsammlung", "Zeitschriften-Lesesaal" und "Monographien-Lesesaal"
abgerundet.
Darüber hinaus wurden in den ersten vier Semesterwochen
jeweils speziell geschulte studentische Hilfskräfte zur OPAC-Betreuung
eingesetzt, um Probleme, die bei der Nutzung des OPAC auftreten, sofort
und individuell klären zu können. Diese praktische Hilfestellung
zeigte sich insbesondere in der Einführungsphase des Web-OPAC als
besonders effektive Form der Nutzerinformation. Diese Unterstützung
ist um so wichtiger, als bei den meisten Nutzern keinerlei Erfahrung im
Umgang mit elektronischen Ausleihsystemen vorausgesetzt werden kann.
Zahlen aus der Benutzerschulung
Im Rahmen der beiden Einführungsveranstaltungen zu Semesterbeginn
konnten ca. 350 Studenten im Jahr ´98 über die Essentials der
Bibliotheksbenutzung informiert werden. An 40 einstündigen Bibliotheksführungen
nahmen insgesamt 552 Nutzer teil. In 64 OPAC-Schulungen zu je 45 Minuten
wurden 361 Kunden im Umgang mit dem interaktiven Web-Katalog geschult.
Ende ´98 wurde der Kurs Fernleihe/ Expresslieferdienste und der Fortgeschrittenenkurs
für die OPAC-Recherche angeboten, an dem 19 Nutzer teilnahmen. Insgesamt
wurden über die Schulungsveranstaltungen und die Führungen 1.281
Nutzer erreicht, also 21 % aller Nutzer durch Führungen und 27 % durch
Schulungskurse.
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7. EDV und Neue Medien
7.1 EDV
Die Situation in der EDV in den Jahren 1997/1998 wurde durch
folgende Faktoren wesentlich beeinflusst:
- Durch den personellen Aufbau der UB und die Schaffung bzw. den Ausbau mehrerer neuer Arbeitsbereiche mussten EDV-Infrastrukturen in erheblichem Umfang neu geschaffen bzw. wesentlich erweitert werden.
- An der Universität existierte faktisch bis zur Einstellung eines Leiters des HRZ im Frühjahr 1998 kein Hochschulrechenzentrum. DieEDV-technische Betreuung und Planung für die Universität wurde zu einem großen Teil durch Mitarbeiter der Bibliothek erbracht (Aufbau des lokalen Netzes für die Geschäftsstelle der Universität, deren Internet-Anbindung, Aufbau des Domain-Name- und des WWW-Servers).
- Mit dem Aufbau des universitären Rechenzentrums änderten sich die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die EDV. Die Arbeitsbereiche wurden neu bestimmt und damit die Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit geschaffen.
Während bisher die Ausstattung der UB mit Computer- und
Netzwerktechnik nahezu ausschließlich auf den Bereich Gotthardtstraße
konzentriert war, erforderte die Erweiterung der Standorte und Arbeitsplätze
der UB auf die Bereiche Campus Nordhäuser Straße (Saalestraße,
Lehrgebäude I und II, Verwaltungsgebäude), Blumenstraße
sowie die Aussenstelle Naumburg auch einen starken qualitativen und quantitativen
Ausbau der Computer- und Netzwerktechnik.
In der Saalestraße musste für die Zeitschriftenstelle,
das Team Neue Medien, das ZKI, anfangs die Abteilung EDV und ab 1998 für
ein zusätzliches ABM-Projekt sowie für zwei Arbeitsplätze
von FachreferentInnen die EDV-Technik völlig neu aufgebaut werden
(Verkabelung, aktive und passive Bauelemente, Neuinstallation des Servers
UNIZS). Dazu wurden zahlreiche Computer mit Zubehör neu erworben.
In 1997 wurden 17 PC und 10 Drucker, 1998 33 PC und 19 Drucker gekauft
und die PC (z. T. auch die Drucker) in das Netz eingebunden.
Im Rahmen der Kooperation mit der PH-Bibliothek wurden für zwei
ABM-Projekte zur Buchbearbeitung mit 13 ABM-Kräften im Verwaltungsgebäude
(seit April 1997) bzw. 5 ABM-Kräften im Lehrgebäude I (seit März
1998) die EDV-Infrastruktur geschaffen (insgesamt 22 PC, die größtenteils
aus Bereichen der PH ausgeliehen oder übernommen wurden, ein Etikettendrucker,
zwei Handscanner, einschließlich Verkabelung, Hubs u.a.).
Das Außenmagazin Blumenstraße sowie die Außenstelle
Naumburg erhielten Computer und wurden über ISDN Wählverbindungen
mit dem Bibliotheksnetz verbunden bzw. mit einem PICA-Zugriff ausgestattet.
Ab Mitte 1998 wurde dabei auch eine Umstellung der Betriebssysteme begonnen.
Alle neu gekauften PC wurden mit Windows NT 4.0 ausgerüstet und eine
Reihe weiterer PC nach entsprechender Arbeitsspeicheraufrüstung auf
NT umgestellt. Leider konnte diese Umstellung für die NT-PC noch nicht
vollständig erfolgen, so dass neben NT auch DOS installiert werden
musste, da die bisher vorliegende PICA-Clientsoftware WinIBW 1.3 noch nicht
alle Funktionen der bisherigen DOS-IBW umfasst.
Ende 1998 wurden drei Server beschafft, von denen einer als Archivserver
und zwei als Novell-Fileserver dienen, die 1999 die Server UNIBI bzw. UNIZS
sowie die Server der PH-Bibliothek BIBMA und BIBKAT ersetzen sollen.
Im Juni 1998 wurde ein WinFrame-CD-ROM-Server in Betrieb genommen.
Der Server ermöglicht in der bisherigen Ausbaustufe die Installation
von ca. 70 CD-ROM-Datenbanken. Bei Inbetriebnahme wurden 23, zum Jahresende
1998 28 Datenbanken (mit 30 Einzel-CD) angeboten. Dieser neue Server hat
gegenüber den veralteten OPTINET-CD-ROM-Servern eine Reihe von Vorteilen:
Verschiedene Zugriffsmöglichkeiten über IPX oder TCP/IP (auch
über WWW), geringe Hardwareanforderungen bei den Client-PC’s (Windows
CD’s laufen auch problemlos auf veralteten 386er PC), geringere Netzlast
u.a., stellt aber in der Server-Administration wesentlich höhere Anforderungen.
Darüber hinaus gab es eine Reihe technischer Anlaufprobleme.
Auf fünf weitere Datenbanken (acht Einzel-CD) besteht Zugriff über
den ERL-CD-ROM-Server der Fachhochschule Erfurt im Rahmen der Zusammenarbeit
der Bibliotheken des Erfurter Lokalen Bibliothekssystems. Fünf Datenbanken
sind noch über den Optinet-Server der PH-Bibliothek öffentlich
zugänglich. Damit waren zum Jahresende 1998 38 CD-ROM-Datenbanken
auf drei Servern für Bibliotheksbenutzer der UB/PH-Bibliothek aufrufbar.
Weitere neun Datenbanken vorwiegend aus dem Buchhandelsbereich werden
im Bereich Gotthardtstraße auf einem OPTINET-Server bibliothekintern
genutzt. Dieser Server wird in Zusammenarbeit mit der Abteilung Neue Medien
gepflegt.
Die Aufnahme des Benutzungsbetriebes der UB im Frühjahr 1998 stellte
langfristig besonders hohe Anforderungen an die EDV-Abteilung und die Computertechnik.
1997 waren die Einrichtung und Erprobung des PICA-Ausleihmoduls (OUS) weitgehend
abgeschlossen worden, so dass im Januar 1998 mit dem Umzug der Benutzungsabteilung
in das Lehrgebäude I (bisherige Räume der PH-Bibliothek) die
entscheidende Erprobungsphase für die Praxis beginnen konnte. Es wurden
neben den Arbeits-PC der Mitarbeiter die drei Theken-PC einschließlich
der Handscanner mit Manschette zur Aktivierung/Deaktivierung der Buchsicherung
für die Ausleihe installiert und in Betrieb genommen. Ferner mussten
Bestellzetteldrucker in den Magazinen vorbereitet werden, damit die elektronischen
Bestellungen der Benutzer zielgerichtet in dem Magazin auflaufen und ausgedruckt
werden können, in welchem die angeforderten Bücher stehen (Gotthardtstraße,
Blumenstraße, PH-Magazin 1, PH-Magazin 3).
Die Entwicklung des Web-OPAC wurde soweit vorangetrieben, dass
er im April 1998 nach dreiwöchigem Probebetrieb offiziell in Betrieb
gehen konnte und damit auch eine Ausleihe über den OPAC möglich
war. Ende 1998 standen in den Benutzungsbereichen der UB und der PH-Bibliothek
insgesamt 18 PC zur Verfügung, auf denen der UB-Web-OPAC abgerufen
werden konnte.
Zur Inbetriebnahme der aktiven und passiven elektronischen
Fernleihe im Sommer 1998 wurden durch die EDV-Abteilung ebenfalls entscheidende
Voraussetzungen geschaffen: es wurde die entsprechende PICA-Software für
die gebende und nehmende elektronische Fernleihe installiert und in Betrieb
genommen (einschließlich der Druckprogramme für den Formulardruck).
Zum Jahresende 1998 begannen die Vorarbeiten für die Inbetriebnahme
der elektronischen Ausleihverbuchung auch in der Lehrbuchsammlung.
Außerdem wurden vier Sonderarbeitsplätzen eingerichtet: für die Benutzung (Fernleihe und künftige Auskunftstheke); im Team Neue Medien (Saalestraße) sowie im Zeitschriftenlesesaal wurde je ein Multimedia-PC in Betrieb genommen. Der PC im Medienteam dient vorwiegend Testinstallationen von entsprechenden Programmen und der Erprobung diesbezüglicher Technik für den Neubau. Auf dem PC im Zeitschriftenlesesaal werden eine Reihe von CD-ROM-Datenbanken, die nicht für den Netzzugriff vorgesehen
sind, für die Benutzer zur Verfügung gestellt.
Schließlich wurde Ende 1998 ebenfalls mit der Installation und den Vorarbeiten zur Inbetriebnahme für einen PC, der einerseits einen Buchscanner Minolta PS 7000 steuert, andererseits als ARIEL-Station zur elektronischen Dokumentlieferung dient, begonnen.
Zur Unterstützung der Buchbearbeitung wurde gemeinsam
ein Programm zum Prüfen der PICA-Katalogisate erarbeitet, das formale
Eingabefehler abprüft, und somit die Qualität der Daten erhöht
(s.a.5.4 und 5.7).
Die EDV-Abteilung unterstützte den Umzug von Magazinbeständen
durch die Erstellung von sortierten Signaturlisten; sie passte auch die
Signaturendruckprogramme zur Bearbeitung des Naumburger Bestandes und für
die Magazinsignaturen an.
Die Arbeit in der Bibliotheks-EDV erfolgte mit zwei Mitarbeitern.
Ab dem 1.7.1997 wurde die EDV durch zwei Mitarbeiter der PH-Bibliothek
auf Abordnungsbasis (mit 50% bzw. 20%, ab 1.10.98 mit 75% bzw. 40% ihrer
Arbeitskapazität) verstärkt. Nur durch die Einstellung von zwei
befristet tätigen Mitarbeitern im Frühjahr bzw. Sommer 1998 konnten
das erhebliche Arbeitspensum und die Vertretung eines längere Zeit
erkrankten Mitarbeiters überhaupt bewältigt werden.
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7.2 Neue Medien
Die Universität Erfurt möchte neue Formen des Lehrens
und Lernens mit Online- und Off-linemedien praktizieren und ihre HochschullehrerInnen
stehen dem Einsatz Neuer Medien aufgeschlossen gegenüber bzw. orientieren
sich darauf. Diesem Aufgabenfeld stellt sich auch die UB.
Der Aufbau des Bereiches Neue Medien startete im Frühjahr 1997
mit einer Arbeitsgruppe, die sich aus MitarbeiterInnen aller Bibliotheksbereiche
zusammenfand: eine erste Mitarbeiterin für die künftige Abteilung
Neue Medien, eine Mitarbeiterin der Katalogisierung und zwei MitarbeiterInnen
aus der Zeitschriftenstelle sowie eine weitere Mitarbeiterin, die in einem
Teil ihrer Arbeitszeit auch für die Neuen Medien tätig wurde.
Die Abteilung Neue Medien konsolidierte sich mit dem Arbeitsbeginn neuer
Kolleginnen im August, im Oktober, sowie im November 1997. Mit der Besetzung
der Foto- und Reprostelle durch einen Fotografen wurde die Abteilung Neue
Medien im Juli 1997 erweitert.
Die Abteilung Neue Medien hat folgende Aufgaben:
- Sie ist Mittler zwischen den Abteilungen Buchbearbeitung, Zeitschriftenstelle, Benutzung und EDV in Bezug auf die Neuen Medien.
- Sie stellt die qualifizierte Bearbeitung der neuen Medien an der UB sicher.
- Sie gibt Hilfestellung bei der Verfügbarmachung und der Nutzung Neuer Medien.
- Sie ist maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und Durchführung von Schulungen im Bereich elektronische Medien.
- Sie orientiert sich an den Entwicklungen im Bereich elektronischer
Medien auf nationaler und internationaler Ebene und gibt Impulse für
entsprechende mögliche Entwicklungen an der UB Erfurt.
Die praktische Arbeit der Abteilung Neue Medien und der EDV-Abteilung
in den vergangenen zwei Jahren hat gezeigt, dass eine enge Zusammenarbeit
zwischen den Bereichen EDV und Neue Medien notwendig ist.
Zum einen erfordert
die Bewältigung der täglichen Arbeitsaufgaben in der Abteilung
Neue Medien EDV-Kenntnisse, die über die Anwendung der Standard- Bibliotheks-EDV
hinausgehen, zum anderen müssen bei der Umsetzung vieler Ziele BibliothekarInnen
und EDV-Spezialisten eng zusammenarbeiten. So installierte die EDV-Abteilung
im Zeitschriftenlesesaal der PH einen Multimedia-PC, auf dem multimediale
CD-ROM betrieben werden konnten. Bislang wurde das Angebot nur wenig genutzt,
und sowohl EDV-Abteilung als auch die Abteilung Neue Medien, die sich die
Pflege des PC teilten, hatten mit vielen technischen Problemen zu kämpfen.
Eine Arbeitsaufgabe in 1997 war die Konzeption und Betreuung eines Projektes
zur technischen Umsetzung des Nutzungskonzepts für CD-ROM an Einzelplätzen
in der Mediothek, das mittels Werkverträgen realisiert wurde. Die
Abteilung Neue Medien wurde hierbei durch technische Hilfestellung und
praktische Hinweise von der EDV-Abteilung unterstützt.
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8. Öffentlichkeitsarbeit
Interne Öffentlichkeitsarbeit
Die gewachsene Anzahl von MitarbeiterInnen (vgl. 2.1) und die
Verteilung der Arbeitsplätze auf mehrere Standorte, erforderten besondere
Anstrengungen, um die Informations- und Kommunikationsprozesse innerhalb
der Bibliothek zu verbessern:
- zwei große Dienstbesprechungen mit allen MitarbeiterInnen pro Jahr
- regelmäßige Abteilungs- bzw. Teambesprechungen
- Einrichtung themenspezifischer Arbeitsgruppen
- Zugänglich machen der Protokolle von Dienstbesprechungen in einem zentralen Ordner
- regelmäßige Aushänge am Schwarzen Brett
- Verbreitung wichtiger Informationen als Hausmitteilungen per Mail
- regelmäßige Herausgabe der Mitarbeiterzeitschrift UBinForm
- Einrichtung von Sprechstunden der Direktorin
- offener Zugang zu allen wichtigen Arbeitsdateien über das Intranet
- Weihnachtsfeiern und in 1998 ein Fest für alle MitarbeiterInnen zur Grundsteinlegung
- Fotowand mit der Zusammenstellung von Portraits aller MitarbeiterInnen
Externe Öffentlichkeitsarbeit
Die Aktivitäten in diesem Bereich waren vielfältig
und breit gestreut. Neben zahlreichen Vorträgen, Fernsehinterviews
und Presse-meldungen der Direktion sind auf diesem Arbeitsfeld einige Aktivitäten
einzeln hervorzuheben:
- Erstellung und Pflege einer UB-Homepage, auf der die UB sich präsentiert, ihre Dienstleistungen anbietet und über die ein Teil des Angebots realisiert wird
- Workshop mit dem Rektor und auswärtigen Experten zur "Virtuellen Bibliothek"
- Präsentation der elektronischen Bibliothek beim Universitätsfest am 9.5.1998
- Informations- und Werbemappe für Sponsoren
- Informationstexte in gedruckter Form und im Internet
- Aktuelle Bildinformation zum Stand des Neubaus im Web
- Informationsveranstaltung über die UB:
- für die Universitäts-Gesellschaft im Stadtarchiv am 2.4.1997
- für Geographiestudenten aus Trier am 24.9.1998
- für KollegInnen aus anderen Thüringer Bibliotheken am 7.5.1998, 27.3.1998 und am 10.6.1998
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9. Chronik
1997
| Ereignis |
Neubau: Planung und Realisierung |
| Januar |
|
| Februar |
Beginn der Beschaffung im Eilt- und Sofort-Geschäftsgang |
| |
14.2.
Haushaltsunterlage Bau (Kostendaten) fertiggestellt |
| März |
|
| April
|
14.4.
Beginn der Teamarbeit in der Buchbearbeitung |
| Mai |
|
| Juni |
|
| |
10.6.
Umzug der Zeitschriftenstelle in die Saalestr. 4 |
| Juli |
|
| |
1.7.
Die Vereinbarung zwischen PH und Universität zur Kooperation in
Bibliotheksangelegenheiten tritt in Kraft;
Übernahme der Erwerbung und Katalogisierung der Monographien für
die PH |
| August |
2.8.
Ausschreibung Bau und/oder Finanzierung UB-Neubau |
| |
22.8.
Teil-Ausführungsunterlage Bau für den UB-Neubau fertiggestellt |
| September |
1.9.
Anmietung Blumenstr., Haus 1a (Magazin) . |
| |
29.9.
Umzug der Neuen Medien/EDV in die Saalestr. 4 |
| Oktober |
1.10.
Anmietung Blumenstr., Haus 3,
2. OG (Magazin) |
| |
9.10.
Betriebsausflug |
| November |
3.11.
Empfehlung der Expertenkommission zur Integration der FLB Gotha in die
Universität |
| |
13.11.
Submission (Angebotseröffnung) für Neubau |
| Dezember |
18.12.
Weihnachtsfeier im 2.OG Blumenstraße |
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1998
| Ereignis |
Neubau: Planung und Realisierung |
Januar
|
Angebot von Dokumentlieferung über kostenpflichtige
Expresslieferdienste
14.1.
Erste Sitzung der Arbeitsgruppe UB Erfurt/FLB Gotha |
| Februar |
10.2.
Kreation der ersten Homepage der UB |
| März |
3.3.
HU-Gerät abgegeben |
| |
11.3.
Baugenehmigung für UB-Neubau erteilt |
| |
12.3.
Genehmigung der Benutzungsordnung durch das TMWFK |
| April |
1.4.
Aufnahme des Ausleihbetriebs auf dem PH-Campus
Start des Schulungsprogramms |
| |
20.4.
Öffnung des Web-OPAC mit Bestellfunktion |
| |
21. – 23.4.
Überführung der ersten Tranche Bücher und Zeitschriften
aus der Sammlung Teufel nach Erfurt |
| Mai |
8.5.
Die UB geht mit ihrer Homepage ins Web |
| |
15.5.
der Wissenschaftsrat stuft den UB-Neubau wieder in Kat. I ein |
| Juni |
17.6.
Auftrag vergeben an ARGE (DYWIDAG + Walter Bau);
vertraglich vereinbarte Bauzeit: 15.07.98 - 15.11.99 |
| Juli |
1.7.
Beginn des Fernleihbetriebs und Integration der Fernleihe der PHB |
| |
3.7.
Beginn der Baufeldfreimachung (Abriß) |
| |
24.7.
Beginn der Tiefbauarbeiten |
| August |
|
| September |
1.9.
Umstellung und Integration der konventionellen Magazinausleihe der PH-Bibliothek
auf PICA-Ausleihe |
| |
11.9.
Bohrpfahlgründung abgeschlossen |
| |
17.9.
Kolloquium "Virtuelle Bibliothek" |
| |
18.9.
Grundsteinlegung |
| Oktober |
1.10.
Verlängerung der Öffnungszeit um eine Stunde |
| |
22.10.
Betriebsausflug |
| November |
18.11.
Bodenplatte 1.UG fertiggestellt |
| Dezember |
17.12 .
Weihnachtsfeier |
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10. Statistik
Stellen
| |
1997
|
1998
|
| Stellen insgesamt |
68
|
68
|
| Beamte und Angestellte im einfachen und mittleren
Dienst |
29
|
28
|
| Beamte und Angestellte im gehobenen Dienst |
29
|
30
|
| Beamte im höheren Dienst |
10
|
10
|
| Auszubildende |
2
|
2
|
Zugang
| |
Zugang 1997
|
Zugang 1998
|
| Buchbinderbände |
28.940
|
42.740
|
| Dissertationen |
295
|
542
|
| Mikromaterialien |
24.542
|
28.568
|
| Kauf |
49.359
|
59.894
|
| Tausch |
994
|
1.862
|
| Geschenk |
3.548
|
10.567
|
Bestand
| |
Stand: 31.12.1998
|
| Buchbinderbände |
363.791
|
| Dissertationen |
1.400
|
| Bände aus der Zentralbibliothek der PH
und aus Instituten |
63.679
|
| Bände insgesamt |
428.870
|
| Mikromaterialien |
171.953
|
| Anzahl der laufenden Periodica-Abonnements |
564
|
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Katalogisierung der Abteilung Buchbearbeitung (Team 1- 6)
| |
1997
|
1998
|
| Erstellte Titeldatensätze |
52.381
|
59.479
|
| c,e und j-Stufen |
14.204
|
24.199
|
Ausgaben
| |
1997
|
1998
|
| Haushalt (Titelgr. 523 87) |
1.470.600
|
1.200.000
|
| HBFG-Mittel |
1.500.000
|
2.832.000
|
| Für Einband |
239.649
|
391.545
|
| Für Abonnements |
113.030
|
212.812
|
| Für Fortsetzungen |
86.995
|
145.106
|
Benutzung
| Ausleihe |
1997
|
1998
|
| aktive Nutzer |
Ca. 200
|
2.687
|
| davon Externe |
|
695
|
| Ausleihen |
1.848
|
41.267
|
| davon Verlängerungen |
|
14.431
|
| Vormerkungen |
|
726
|
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| Clearingstelle |
1997
|
1998
|
| Nachbearbeitung |
-
|
2.259
|
| Einarbeitung |
-
|
2.327
|
| Kurz-Katalogisate o.T. |
-
|
1.364
|
| Standortänderungen |
-
|
< 4.000
|
| gebende Fernleihe |
1997
|
1998
|
| Bestellungen |
199
|
4.168
|
| davon positv erledigt |
|
3.121
|
| nehmende Fernleihe |
1997
|
1998
|
| konventionelle Bestellungen |
116
|
407
|
| elektronische Bestellungen |
|
545
|
| Expresslieferdienst |
1997
|
1998
|
| Bestellungen |
-
|
55
|
| positiv über DBI-Link |
-
|
30
|
| positiv über SUBITO |
-
|
5
|
| Benutzerschulung |
1997
|
1998
|
| Einführungsveranstaltungen |
-
|
2
|
| - Anzahl der Teilnehmer |
-
|
ca. 350
|
| Führungen |
-
|
40
|
| - Anzahl der Teilnehmer |
-
|
552
|
| Kurse |
-
|
71
|
| - Anzahl der Teilnehmer |
-
|
380
|
|